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28.06.2017 - 

Die CP-Querschläger-Kolumne

Mobile und Peripherie - Hardware mit Profit?

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Kann ein Reseller noch mit dem Verkauf von mobilen Endgeräten und Zubehör überleben? Der CP-Querschläger meint: ja!

Dass der Handel mit neuer Software gestorben ist, Computer kaum einen Euro übriglassen und das Druckergeschäft in die Hände von Dienstleistern gerät, das sind alles keine Geheimnisse mehr. Der komplette stationäre PC-Handel ist vom Siechtum befallen.

Nach dem "Ding-Dong" an der Eingangstür geht es um Verträge, Abos, Cloud und alle möglichen "aaS". Fast überall, denn eine kleine Nische für Beratung und Verkauf gibt es noch, nämlich dort wo es individuell wird: an den Mensch-Maschine-Schnittstellen.

So genannte "2-in-1"-Geräte wie das Lenovo Yoga Tab 3 Plus oder Microsoft Surface findet man immer häufiger auch im Büro an.
So genannte "2-in-1"-Geräte wie das Lenovo Yoga Tab 3 Plus oder Microsoft Surface findet man immer häufiger auch im Büro an.
Foto: Lenovo

Kleinvieh macht auch Mist, so etwa die Maus, deren Verkaufspreis entgegen aller Trends noch immer relativ stabil blieb. Das gilt auch für Tastaturen, die ihre Arbeit noch immer am besten mit Schnur verrichten, einen angenehmen Druckpunkt haben sollten und für Anwender, die im Sichtflug schreiben, mit gut lesbaren Tasten ausgestattet sein sollten.

Lesetipp: So möchte Microsoft künftig seine Surface-Produkte an den Mann bringen

Da Zubehörprodukte auch im Netz und beim Discounter selten verramscht werden, ist die Marge lohnenswert. Bei anderen Produkten haben es sich die Hersteller selbst versaut, Drucker etwa. Da verkaufe ich am liebsten die Kabel dazu, statt die Drucker selbst. Der Lohn ist die Mühe und den Ärger mit Treibern, Originalzubehör oder geplanter Obsoleszenz nicht wert.

Sollen die Hersteller doch ihre Geräte über Reimporte beim Online-Händler verticken! Der Markt ist doch nur noch für die vom Hersteller subventionierten MPS-Vertreter interessant, die Drucken als Leasing verkaufen.

Der Notebooks-Markt

Ähnlich sieht es bei den Marken-Notebooks aus. Dort sind ein paar Versender mit guten Herstellerbeziehungen am Start, denen kein Distributor preislich beikommen will. Diese Marken fliegen natürlich raus. Übrig bleiben ein paar fachhandelstreue Hersteller von mobilen Computern. Wenn die auch noch Monitore unter eigenem Label an den Handel vertreiben und die Rahmenbedingungen wie Versand, Marketing und Service stimmen, dann lässt sich damit auch noch ein wenig Geld verdienen. Noch.

Mein Fazit: Der Unterschied zum Versicherungsvertreter ist der Peripherievertrieb. Aber sobald alle Kundendaten bei den Herstellern, Abo-Verkäufern und Cloud-Vermittlern sind, ist der stationäre Handel endgültig tot.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.

Alle Kommentaredes CP-"Querschlägers" finden Sie hier, in dem "Querschläger"-Archiv.