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Graphen

Samsungs erstes Super-Akku-Smartphone kommt 2020

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Samsung könnte das erste Smartphone mit Graphen-Akku bereits im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Das steckt dahinter.

Die Lithium-Ionen-Akkus gibt es seit 1991 und sie werden auch heute noch in Smartphones eingesetzt. Trotz aller Weiterentwicklungen der letzten Jahre haben sie aber einen Nachteil: Das Aufladen der Geräte braucht Zeit und der möglichen Kapazität sind Grenzen gesetzt. Samsung forscht daher bereits seit einiger Zeit an einer Alternative in Form von Graphen-Akkus. In diesen kommt Graphen-Kohlenstoff auf und die auch als "Super"- oder "Wunder"-Akkus propagierten Akkus weisen eine deutlich höhere Energiedichte auf und können binnen weniger Minuten vollständig geladen werden.

Die ersten Samsung-Smartphones mit Graphen-Akku könnten laut dem jüngsten Tweet des bekannten Leakers Evan Blass bereits im Jahr 2020 und spätestens im Jahr 2021 auf den Markt kommen. Laut dem Tweet lassen sich die Graphen-Akkus in unter 30 Minuten vollständig laden, allerdings arbeite Samsung derzeit noch einer Erhöhung ihrer Kapazität und der Senkung der Produktionskosten.

Vorteil der Graphen-Akkus

Einen Durchbruch in der Entwicklung von Graphen-Akkus hatte Samsung bereits im Jahr 2017 verkündet. Damals hatte das Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) die sogenannten "Graphen-Bälle" als Zukunft der Akkus vorgestellt. Akkus mit Graphen-Bällen können eine mindestens 45 Prozent höhere Kapazität als Lithium-Ionen-Akkus besitzen und bis zu fünf Mal schneller vollständig aufgeladen werden, ohne das darunter deren Lebensdauer leidet. Zudem sollen die Graphen-Akkus dank der stabilen und relativ niedrigen Ladetemperatur von nur 60 C° auch für den Einsatz in Elektroautos in Frage kommen.

Üble Erfahrungen mit den Nachteilen von Lithium-Ionen-Akkus machte Samsung im Jahr 2016, als die Akkus in den Note 7 explodierten.

Um das Aufladen von Lithium-Ionen-Akkus zu beschleunigen, wird seit geraumer Zeit immer wieder die Watt-Zahl erhöht, mit der die Akkus aufgeladen werden. Erst kürzlich hat der chinesische Hersteller Vivo die Smartphone-Ladetechnik Vivo Super Flashcarge 120W vorgestellt, mit der sich ein 4.000 mAh Akku in nur fünf Minuten von 0 auf 50 Prozent aufladen lässt. Xiaomi setzt dagegen mit "Super Charge Turbo" auf eine etwas langsamere 100-Watt-Ladetechnik. Nachteil bei beiden und ähnlichen Methoden: Das Smartphone muss die Ladetechnik auch unterstützen.


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