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Was haben Kaffeemaschinen und Smartphones gemeinsam?

Beate Wöhe leitet als Director Experts Network das IDG Experten-Netzwerk für alle Online-Portale der IDG Tech Media GmbH. Sie hat diese Position nach über zehnjähriger Tätigkeit als Redakteurin und leitende Redakteurin des IDG-Titels ChannelPartner im Juli 2014 übernommen. Ihr obliegt die Betreuung der Experten sowie der weitere Ausbau der Community.
Der Smartphone-Hersteller Nokia und der in Italien ansässige Hersteller von Haushaltsgeräten, De' Longhi, haben heute eine Absichtserklärung bekannt gegeben. Demzufolge will De' Longhi die im rumänischen Cluj ansässige Nokia-Produktionsstätte übernehmen.
Foto: De' Longhi
Foto: De' Longhi
Foto: De Longhi

Der Smartphone-Hersteller Nokia und der in Italien ansässige Hersteller von Haushaltsgeräten, De' Longhi, haben heute eine Absichtserklärung bekannt gegeben. Demzufolge will De' Longhi, vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Behörden, die im rumänischen Cluj ansässige Nokia-Produktionsstätte übernehmen. Der Abschluss der Übernahme ist im ersten Quartal 2012 geplant. Über die Kaufkonditionen haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

De' Longhi erhofft sich von der künftigen Produktionsstätte, eine Unterstützung der schnell zunehmenden internationalen Präsenz des Unternehmens. Gleichzeitig soll die Ausweitung des Produktionsnetzwerkes die Fertigungsstrukturen vom Fernen Osten nach Europa ausbalancieren. De' Longhi betreibt bereits ein Werk in Italien.

Robert Andersson, Senior Vice President bei Nokia, der die Verkaufsdiskussionen leitete, dazu: "Nokia hat nach einem Investor mit klaren Wachstumsplänen gesucht, und der außerdem zusagt, in der Region auch zukünftig Arbeitsplätze zu schaffen. De' Longhi war der ideale Kandidat - in beiderlei Hinsicht. Wir sind froh, die Zukunft der Produktionsstätte sichern zu können."

Erst im Jahr 2008 wurde die gesamte Produktion aus Bochum in das rumänische Cluj verlagert. Ende 2011 waren rund 2.200 Fabrikarbeiter von der Stillegung der Fabrik betroffen. Spannend werden auch die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden. Im Jahr 2008 bezahlte der rumänische Staat Zuschlüsse in Höhe von 20 Millionen Euro für die Ansiedlung des Unternehmens im Land. (bw)

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