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Weniger Spam dank Verhaftung des Mega-Spammers?

05.06.2007
Mit Robert Alan Soloway wurde vergangene Woche einer der vermutlich einflussreichsten Massenspammer der Welt verhaftet. Strittig ist, ob ein Rückgang des weltweiten Spamaufkommens folgen könnte.

Vergangene Woche verhaftete die US-Jusitz mit Robert Alan Soloway einen der vermutlich einflussreichsten Massenspammer der Welt.

Die amerikanische Staatsanwaltschaft legt dem 27-Jährigen 35 Anklage-Punkte zur Last: Er soll von November 2003 bis Mai 2007 unter anderem auf zahlreichen Webseiten und auf über 50 Domains seriösen Unternehmen E-Mail-Dienste verkauft haben, die sich hinterher als Spam-Maschinen entpuppten, wodurch die Käufer damit selbst unfreiwillig zu Massenspammern wurden.

Des weiteren soll Soloway mehr als 2000 Proxy-Computer für das Errichten von Botnets betrieben und E-Mail-Adressen gestohlen haben, um Werbepost massenhaft zu versenden. Auch Geldwäsche und unlauterer Wettbewerb zählen zu den ihm vorgeworfenen Aktivitäten.

Wie die US-Staatsanwaltschaft verkündete, sei mittlerweile Soloways gesamtes Vermögen, auch das seiner Firma " Newport Internet Marketing", beschlagnahmt worden und ihm ein Pflichtverteidiger zugewiesen worden. Soloway selbst habe sich in allen Anklagepunkten als "nicht schuldig" bezeichnet. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

"Spam ist eine Plage und Soloway hat sie im ganz großen Stil im Internet verbreitet. Wir nannten ihn Spam-König, weil er für Millionen von Spam-E-Mails verantwortlich ist", so der zuständige Staatsanwalt im US-Staates Washington, Jeffrey Sullivan.

Unklar ist, welche Auswirkungen Soloways Verhaftung auf das weltweite Spam-Aufkommen haben wird. Während die Experten der US-Staatsanwaltschaft und auch die Journalisten von Spiegel Online von einem voraussichtlich "spürbaren Rückgang" sprechen, gibt sich der deutsche Hersteller G Data weniger hoffnungsfroh: Soloway sei nicht mehr "als ein Rädchen im Getriebe der Cybercrime-Industrie. Die Hintermänner werden ihren Bedarf einfach auf eine der weltweit mehr als 200 Spam-Organisationen umschichten. Von einem zu erwartenden Rückgang durch die Verhaftung eines Einzeltäters zu sprechen verharmlost unseres Erachtens die ernste Bedrohung durch Spam und Phishing.", widerspricht Ralf Benzmüller der Leiter der G Data Security Labs.

Die nackten Vergleichszahlen: Das weltweite Spanaufkommen wird auf 55 Milliarden Spam-Mails pro Tag geschätzt, während ein Top-Spammer wie Soloway vermutlich zwischen 500 Millionen und eine Milliarde E-Mails pro Tag verschickt. (aro)