Brand bei Wortmann

"Wir hatten Glück im Unglück"

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Nach dem Feuer bei Wortmann zeichnet sich nun das ganze Ausmaß des Großbrandes ab. Trotz des hohen Schadens soll es beim PC-Fertiger und Distributor fast nahtlos weitergehen.
Die vom Brand betroffene Fertigungshalle konnte zunächst nur mit Atemschutz betreten werden.
Die vom Brand betroffene Fertigungshalle konnte zunächst nur mit Atemschutz betreten werden.
Foto: Wortmann

Meik Blase, Unternehmenssprecher bei Wortmann, ist immer noch geschockt von den Ereignissen am frühen Samstagmorgen. In einer Halle für die BTO-Fertigung von Servern und PCs war ein Feuer ausgebrochen. Der betroffene Bereich war zunächst nur mit Atemschutz begehbar, doch mittlerweile konnte Blase sich ein Bild von der Zerstörung machen: "Wenn man hier sonst jeden Tag durchläuft, wird es einem schon ganz anders", erklärt der Wortmann-Pressesprecher.

Inzwischen sind auch die Brandermittler der Kriminalpolizei bei Wortmann im westfälischen Hüllhorst eingetroffen. Über die Brandursache kann bisher nur spekuliert werden, doch ein technischer Defekt ist wahrscheinlich. "Wir müssen den offiziellen Bericht abwarten", erläutert Blase. Die ersten Schätzungen der Schadenshöhe von mehreren Hunderttausend Euro bezeichnet er als "nicht untertrieben, eher höher". Die Halle sei "komplett schwarz und verrußt".

BTO-Systeme zerstört

Die Lagerflächen des Distributionsbetriebs sind glücklicherweise vom Feuer verschont geblieben. Die Lieferfähigkeit sei voll gewährleistet, beruhigt der Firmensprecher. Auch die meisten Produkte aus der Fertigung können ausgeliefert werden, da sie entweder in anderen Bereichen oder an anderen Produktionsstätten gefertigt werden. Die Systeme, die allerdings in der betroffenen Halle assembliert wurden, sind zerstört und müssen ersetzt werden. Die Produktion kann laut Blase "fast ohne Unterbrechung" in benachbarte Gebäude verlagert werden. "Derzeit werden bereits Ausweichplätze geschaffen, damit die Serverfertigung weitergehen kann", schildert Blase die Vorgehensweise.

Neben dem Distributionsbereich sind unter anderem auch die Notebook-Fertigung und die Verwaltung ohne Schaden geblieben. Blase führt dies auch auf die Brandschutzeinrichtungen zurück. Der Rauchabzug habe funktioniert, sodass die Feuerwehr den Brand gut bekämpfen konnte. Die Feuertüren seien geschlossen gewesen, da am frühen Samstagmorgen in der Halle nicht gearbeitet wurde. "Wir hatten Glück im Unglück", schließt Blase.

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