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Meldungen vom 02.02.2002

  • Offener Brief von ComputerPartner-Chefredakteur Damian Sicking

    C@W ComputerAtWork e.K. Geschäftsführung Herrn Markus Nowak Siemensstraße 10 35041 Marburg                                                                                                                                   München, 4.Februar 2002Compusoft: Wer wurde Millionär? Sehr geehrter Herr Nowak, vielen Dank für Ihr Schreiben von letzter Woche, in dem Sie sich nach dem Stand der Entwicklung in der Sache „Compusoft-Million“ erkundigen. Einige unserer Leser haben ebenfalls nachgefragt, ob wir unsere Millionenprämie schon erhalten haben. Klare Antwort: Nein, haben wir nicht. Wir hatten auch nicht damit gerechnet. Ehrlich gesagt war es uns auch nicht wirklich ernst mit unserer Forderung. Wir werden schließlich keinen armen Distributor um seinen Jahresgewinn bringen – falls überhaupt so viel in der Kasse übrig bleibt. Wir haben uns lediglich einen Spaß erlaubt: unseren Eine-Million-Mark-Spaß. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ich glaube, dass auch Compusoft-Geschäftsführer Zakaria Elhady nur Spaß gemacht hat. Dass einige Händler in Deutschland das nicht verstanden haben, ist deren Pech. Sie haben wirklich gedacht, Herr Elhady sei so dumm, ernsthaft eine Million Mark auszuloben. Wie zum Beispiel Händler Stefan H. aus M., der an dem Gewinnspiel teil genommen und die geforderten Aktenzeichen bei Compusoft abgeliefert hat. Doch statt der erwarteten Gewinnbenachrichtigung erhielt er ein Schreiben des Münchener Rechtsanwalts Andreas Witte. Dieser fordert Stefan H. ultimativ auf, „eine Abstandserklärung dergestalt abzugeben, dass Sie unsere Mandantin nicht weiter mit derlei Forderungen behelligen“. „Behelligen“, schreibt Anwalt Witte. Und um zu unterstreichen, dass jetzt wirklich Schluss mit lustig ist, setzt er noch eins drauf: „Sollte die Erklärung nicht fristgerecht eingehen, werden wir unserer Mandantin raten, gegen ihr Unternehmen negative Feststellungsklage zu erheben.“ Ich habe zwar keine blassen Schimmer, was man sich unter einer „negativen Feststellungsklage“ vorstellen muss, aber angenehm ist es sicher nicht. Und noch immer hat Rechtsanwalt Witte sein Pulver noch nicht verschossen: „Die Kosten unserer Einschaltung haben Sie aus dem Gesichtspunkt einer unzulässigen Rechtsbemühung zu tragen“, schreibt er. Das habe ich verstanden, und Stefan H. auch: Nicht nur, dass nichts wird aus seinem Millionengewinn, jetzt soll er im Gegenteil auch noch selber etwas zahlen. Das ist so absurd, das kann man schon wieder lustig finden. Jetzt wissen wir jedenfalls, wer die Compusoft-Million bekommen hat: die Anwälte! Compusoft-Chef Elhady streitet sich schließlich auch noch mit anderen. Zum Beispiel mit Microsoft. Wie Sie wissen, hatte Microsoft Compusoft in einer ganzseitigen Anzeige vorgeworfen, gefälschte Software vertrieben und Produktmanipulationen vorgenommen zu haben. Unterlegt hatte Microsoft diese Anzeige mit einer Compusoft-Anzeige. Für Compusoft-Geschäftsführer Elhady ein klarer Fall von Raubkopie. Logisch, dass auch hier die Anwälte am Zug sind. Ich wollte Ihnen dies nur schnell mitteilen. Für uns ist die Akte Compusoft geschlossen. Zumindest bis auf weiteres. Mit freundlichen Grüßen Damian Sicking …mehr

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