Geschäftsführertreffen in Hartmannsdorf

Aetka legt Wert auf Online-Offline-Verzahnung

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der TK-Fachhandelsverbund Aetka arbeitet mit Nachdruck daran, dass seine Mitglieder online sichtbar sind und sich im Netz engagieren. Doch noch nicht alle Händler ziehen mit.

Einmal im Jahr treffen sich die im Aetka-Händlerverbund organisierten Reseller zum "Geschäftsführertreffen" unter dem Dach von TK-Distributor Komsa in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Neben Themen wie Verkäuferschulungen, Reparaturdienstleistungen, Warenverfügbarkeit oder Bestandsoptimierung stand dieses Jahr die Online-Offline Verzahnung der Aetka-Mitglieder ganz oben auf der Agenda.

Rund 800 Gäste konnte Aetka beim „Geschäftsführertreffen“ in der Komsa-Unternehmenszentrale in Hartmannsdorf bei Chemnitz begrüßen.
Rund 800 Gäste konnte Aetka beim „Geschäftsführertreffen“ in der Komsa-Unternehmenszentrale in Hartmannsdorf bei Chemnitz begrüßen.

Roland Henning, Vorstand Vertrieb bei Aetka, macht keinen Hehl daraus, dass noch nicht alle Partner bei der Online-Initiative des Verbunds mitziehen: "Manchmal ist es echt schwer, die Partner auf den Weg zu bringen", meint er und spricht von "Missionierungsbedarf". Aetka bietet in diesem Bereich Hilfestellung in Form des mehrstufigen eCom-Konzepts. Das reicht von der Einrichtung eines Google-My-Business-Eintrags über Präsenz bei Portalen wie Kaufda oder Marktjagd bis zu dem sich noch in der Pilotphase befindenden Service "Local Inventory Ads" (LIA). Mit LIA können Endkunden bei der Produktsuche über Google auch die lokale Verfügbarket des gewünschten Artikels angezeigt bekommen. An der Pilotphase nehmen derzeit neun Händler teil. Um diesen Service künftig nutzen zu können, müssen Aetka-Partner an das Warenwirtschaftssystem Easyfilius angeschlossen sein. "Das Internet wird lokal", stellt Carolin Heß, Team Manager eCom bei Aetka, fest.

Nur die Hälfte der Partner ist online aktiv

Da immer mehr Umsätze, die bisher im stationären Handel realisiert wurden, zu Onlinern abwandern, hält Henning die Präsenz im Netz für überlebenswichtig. "Wenn Sie heute nicht online sind, werden Sie morgen nicht mehr mitspielen", schreibt er den anwesenden Partnern in seiner Keynote ins Stammbuch.

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Bisher nutzt gerade einmal die Hälfte der 2.000 Aetka-Händler eine oder mehrere eCom-Leistungen des Verbunds. "Unser Ziel ist es, alle Partner online sichtbar zu machen", hat sich Marketing-Vorstand Katja Förster vorgenommen. Entscheidend sei jetzt die Bereitschaft zur Veränderung. "Blasmusik war gestern", sagt Förster.

So spielt die Sichtbarkeit im Netz eine wesentliche Rolle der Aetka-Online-Initiative, denn nur so können Kunden erreicht werden, die sich zwar im Internet informieren, aber dann doch ganz gerne stationär einkaufen. "In Zukunft wird derjenige das Geschäft machen, dem es am besten gelingt, Waren und Dienstleistungen an dem Ort und zu der Zeit zu erbringen, wann wo der Kunde sie braucht", ist Komsa-Vorstandsvorsitzender Uwe Bauer überzeugt. Er ist aber optimistisch, dass auch Ladengeschäfte überleben können. "Dem stationären Fachhandel stehen gute Zeiten bevor, weil der Online-Handel wächst", prognostiziert Bauer.

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