Bitkom fordert stärkeres Engagement der deutschen Politik

08.11.2001

Die Ausgaben für IT-Sicherheit betrugen im Jahr 2000 in Deutschland mehr als vier Milliarden Mark. Die Metagroup rechnet für das Jahr 2004 mit Ausgaben in Höhe von knapp sechs Milliarden Mark. Seit 1998 verdoppelt sich jedes Jahr die Zahl der gemeldeten Sicherheitsvorfälle. Zu den häufigsten Attacken zählen Angriffe durch Viren und Trojaner, aber auch durch Datenmanipulation entstandene Schäden sowie unberechtigter Zugang zu Informationssystemen steigen an.

Ausbildung von Experten muss forciert werden

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen ist davon betroffen. Dies meldet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Der Verein fordert deshalb ein stärkeres Engagement der deutschen Politik für Sicherheit in der Informationstechnik, im Internet und bei der Telekommunikation. Zudem hält er es für notwendig, entsprechende Studiengänge einzurichten, um Experten für den Bereich IT-Sicherheit auszubilden.

In Deutschland liegt der Anteil der IT-Sicherheit bisher unter einem Prozent der öffentlichen Aufwendungen für innere und äußere Sicherheit. "Es muss mehr getan werden", appelliert Bitkom-Vizepräsident Willi Berchtold, "auch in der Wirtschaft selbst, und zwar insbesondere im Mittelstand." Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen sicherten ihre ITSysteme nicht ausreichend. In den "Wirtschafts- und Gesellschaftpolitischen Grundsätzen" macht der Bitkom klar, dass nur ein Unternehmen-übergreifendes Sicherheitsmanagement, bestehend aus technischen und organisatorischen Maßnahmen, eine ausreichende Sicherheit gewährleisten kann. Der Verband fordert deshalb, dass IT-Sicherheit als Kern eines jeden digitalen Geschäftsmodells verstanden wird. (ce)

www.bitkom.org

www.metagroup.de

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