Vier Jahre nach der Übernahme

Despec wird zu UFP

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Seit 1997 hat Despec als Distributor den Markt für Druckerverbrauchsmaterialien mitgeprägt. Nun wird die Marke hierzulande verschwinden. Ab Oktober 2022 soll nur noch der Firmenname UFP genutzt werden.

Vier Jahre ist es her, dass der französische Supplies-Spezialist UFP die deutsche Landesgesellschaft von Despec übernommen hat. Seither operierten die deutschen Niederlassungen von UFP und Despec parallel am deutschen Markt.

 Torsten Schnutz, Geschäftsführer der UFP Deutschland GmbH, hat in den vergangenen vier Jahren die Verschmelzung der deutschen Niederlassungen von Despec und UFP vorangetrieben.
Torsten Schnutz, Geschäftsführer der UFP Deutschland GmbH, hat in den vergangenen vier Jahren die Verschmelzung der deutschen Niederlassungen von Despec und UFP vorangetrieben.

Unter der Leitung des damaligen UFP-Geschäftsführer Martin Ziegler und des Despec-Chefs Torsten Schnutz wurde seither die Verschmelzung der beiden Unternehmen schrittweise umgesetzt. So legten die beiden Firmen unter anderem die die Warenbestände in einem gemeinsamen Logistikzentrum am Firmensitz von UFP in Kamp-Linfort zusammen. 2021 übergab dann Ziegler nach 28 Jahren bei UFP die gesamte Geschäftsführung an Schnutz.

Mit der diesjährigen Einführung von SAP sowie der Zusammenlegung von Logistik und Einkauf wurden alle nötigen Vorbereitungen für die finale Verschmelzung der beiden Großhandelsunternehmen abgeschlossen. Damit ist nach fast drei Jahrzehnten ab Anfang Oktober 2022 Despec in Deutschland Geschichte. "Durch die Übernahme der Despec Supplies GmbH wird die UFP Deutschland GmbH an Potenzial gewinnen. Es geht nicht nur darum, Produkte zu verkaufen. Im Focus stehen Produkt- und Servicelösungen mit Mehrwert, die den Kunden helfen, ihre Geschäfte erfolgreich zu führen", erläutert Torsten Schnutz. Durch die nun erfolgte finale Eingliederung erwartet er sich mehr Kundenreichweite. Dafür soll das von Despec eingebrachte umfassende Fachwissen und die starke Umsetzungskompetenz sorgen.

Systeam führt Despec Nordic fort

Despec wurde 1997 als Teil der österreichischen Item-Holding gegründet. Im Zuge von Marktveränderungen entschied sich der Gründer und Inhaber von Item, Gerald Dobusch, die gesamte Gruppe an UFP International zu verkaufen. 2018, kurz vor dem Verkauf an UFP, wurde Despec im Rahmen der Channel Excellence Awards zum besten Spezial-Distributor ausgezeichnet.

Torsten Schnutz (Mitte) nimmt 2018 den Channel Excellence Award für den besten Spezial-Distributor entgegen.
Torsten Schnutz (Mitte) nimmt 2018 den Channel Excellence Award für den besten Spezial-Distributor entgegen.
Foto: kommando:kunst

UFP (Union Francaise de Papeterie) wurde 1981 als Handelsgesellschaft für PBS (Papier, Büro, Schreibwaren)-Produkte gegründet. In der Folge spezialisierte sich das Unternehmen zunehmend auf Drucker-Supplies und Speichermedien. So schloss UFP 1987 bereits den ersten Direktvertrag mit IBM. 1994 begann dann die europäische Expansion. Seit 1997 gehört die deutsche Niederlassung in Kamp-Lintfort zur UFP-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Paris hat. Zudem unterhält UFP Standorte in Großbritannien, Spanien, Österreich und den Niederlanden. Mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von über 1.2 Milliarden Euro zählt die UFP-Gruppe zu den wichtigsten europäischen Distributoren im Supplies-Segment.

Ganz wird der Name Despec allerdings nicht von der Bildfläche verschwinden: 2018 kaufte der Ebenfelder Distributor Systeam die damals schon unabhängigen Niederlassungen von Despec Nordic (ChannelPartner berichtete). Neben dem Kerngeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Systeam seither unter der Despec-Marke auch in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island vertreten.

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