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Mit Uwe Hanreich als Geschäftsführer

Deutscher IT-Security-Anbieter Tuxguard stellt sich neu auf

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Der neue Gesellschafter und Geschäftsführer Uwe Hanreich will den Vertrieb deutlich ausbauen. Tuxguard bietet modulare Firewalls und SDKs an, um Datenverkehr, Services und Applikationen zu schützen.

Anfang August 2018 hat die saarländische Firma Tuxguard eine gründliche Neuaufstellung vorerst abgeschlossen. Dabei wurden Gesellschafterstruktur und Management neu geordnet sowie Technologie und Positionierung neu ausgerichtet und das Unternehmen in die Tuxguard GmbH überführt. Jetzt will Uwe Hanreich, der neue Gesellschafter und Geschäftsführer, "die Vertriebsaktivitäten im DACH-Markt auf Basis von Sicherheitslösungen 'Made in Germany' weiter forcieren."

"Wir wollen keine Lizenzen verteilen, sondern Reseller als Partner, die sich gut mit Firewalls auskennen und gute Beziehungen zu ihren Kunden haben", erklärt Uwe Hanreich, neuer Gesellschafter und Geschäftsführer bei Tuxguard.
"Wir wollen keine Lizenzen verteilen, sondern Reseller als Partner, die sich gut mit Firewalls auskennen und gute Beziehungen zu ihren Kunden haben", erklärt Uwe Hanreich, neuer Gesellschafter und Geschäftsführer bei Tuxguard.
Foto: Tuxguard

Erfahrung bei solchen Aufgaben hat Hanreich. In den vergangenen Jahren war er unter anderem als Channel Sales Manager bei Kaspersky Lab, als Sales Director DACH bei Bitdefender sowie zuletzt über fünf Jahre als Senior Business Development Manager DACH bei Avira beschäftigt.

Linux-affine Reseller gesucht

Bei Tuxguard steht Hanreich jedoch vor neuen Aufgaben. Seit der Gründung im Jahre 2002 beschäftigten sich die Entwickler mit unterschiedlichen Ansätzen, Security-Problemen in Firmen zu begegnen. Allerdings stand immer eher die Technik als die Vertriebstätigkeit im Vordergrund. Das Unternehmen konnte damit zwar im Laufe der Jahre etwa 50, vor allem Linux-affine Reseller in Deutschland für sich gewinnen, die auch immer wieder interessante Projekte durchführten, der große Durchbruch blieb aber aus.

In den kommenden Monaten soll die Anzahl der Reseller zumindest verdoppelt werden. Sie sollen vom Hersteller direkt, ohne Umweg über einen Distributor, betreut werden. Als Kernzielgruppe nennt er Reseller, die Kunden mit fünf bis 500 Mitarbeitern betreuen. Gut sei die Ausgangsposition aufgrund der Besonderheiten von Tuxguard etwa bei Kommunen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen. Für die ist zum Beispiel eine Hotspot-Option dabei. Aber auch im Baugewerbe und der Industrie sieht Hanreich gute Chancen für das kleinere Modell TG0050 im lüfterlosen Edelstahlgehäuse.

Argumente für eine Partnerschaft mit Tuxguard

Für eine Partnerschaft mit Tuxguard führt Hanreich einige Argumente ins Feld. Zunächst einmal hätten sich mit dem Ende der Übergangsfrist für die DSGVO die Rahmenbedingungen verändert. Datenschutz habe für Unternehmen einen ganz neuen Stellenwert, so der Tuxguard-Chef. "Meldungen über Bedrohungen für IT- Ressourcen und Angriffe auf IT-Infrastrukturen sorgen für starke Verunsicherung in Unternehmen aller Branchen. Mehr denn je sind stabile und verlässliche Lösungen ohne Backdoor unverzichtbarer Bestandteil für eine nachhaltige IT-Sicherheitsstrategie."

Im Rahmen dieser Überlegungen spiele das Argument 'Made in Germany' eine zunehmend größere Rolle. Als inhabergeführtes und in Saarbrücken ansässiges Unternehmen erfülle Tuxguard diese Anforderung. Auch dass die Scan-Engine von Avira, ebenfalls einem deutschen Unternehmen, zum Einsatz kommt, sei wichtig. Zusätzliche Sicherheit biete, dass Tuxguard trotz des Namens nicht auf "irgendeinem Linux" aufsetze, sondern das eigenprogrammierte TUX-OS verwende.

TUX-OS liegt inzwischen in Version 7.0.9 vor. Die größere Variante der modular aufgebauten Firewall (TG0500) erreicht damit einen Datendurchsatz von bis zu 18 GBit/s. Zur weiteren Ausstattung gehören bis zu 64 GB RAM, zwei 10-Gigabit-Ports (SFP+), sechs 1-Gbit-Ports und bis zu 1 TByte SSD-Speicher mit RAID-Funktionalität. Damit ist die Firewall/UTM-Appliance dann auch für Aufgaben als Mail- oder Groupware-Server (mit Kopano, bis Anfang 2018 als Zarafa bekannt) gerüstet.

Managed Security Services mit Tuxguard ab Anfang 2019

Außerdem erlaubt TUX-OS laut Hanreich einen hohen Automatisierungsgrad. Den will Tuxguard ab Januar 2019 auch für ein Managed-Security-Services-Angebot nutzen. Ab dann wird es die Firewalls respektive UTM-Appliances TG0050 und TG500 auch in einem Modell zur monatlichen Miete geben. Management und Abrechnung erfolgen über das Tuxguard-Rechenzentrum.

Auch MSP-Partnern helfe die DSGVO-Konformität der Tuxguard-Produkte. Alle Admin-Tätigkeiten seien dadurch nachvollziehbar. Das vom Datenschutzbeauftragten und dem Admin gemeinsam vergebene Master-Passwort könne vom Admin nicht eigenmächtig geändert werden. Vorstellen wird Tuxguard sich, seine Produkte und die Pläne für das MSP-Angebot auch auf der Security-Fachmesse it-sa von 9. bis 11 Oktober 2018 in Nürnberg (Halle 10.1 / 10.1-323).

Lesetipp: Themen und Aussteller der it-sa 2018