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Hacker-Hall of Shame

Die dümmsten Hacker

20.05.2015
Von JR Raphael

Hacker-Angriffe auf Server und Redseligkeit

Hacker-Fiasko 3: DoS-Attacke auf Spieleserver

Der Hacker: ein nicht namentlich erwähnter 17-jähriger aus Manchester, Großbritannien
Die Anklage: Der britische Teenager wird beschuldigt "Call of Duty"-Server mit Denial of Services (DoS) attackiert zu haben. Das hierzu verwendete Tool "Phenom Booter" bot er zudem in einem Internet-Forum zum Verkauf an.

Der Jugendliche soll die Server von Activision, auf denen das Spiel "Call of Duty" gehostet wird, mit einem DoS attackiert haben. Hierzu verwendete er angeblich das Tool "Phenom Booter", das er in einem Spiele-Forum zum Verkauf anbot. Laut U.K. media reports wollte der Teenager verhindern, dass andere Spieler ihn von seinem High-Score-Platz verdrängen. Daher veränderte der Hack nicht die Regeln oder machte den 17-jährigen im Spiel unverwundbar, sondern führte eine DoS-Attacke aus. Mehrere Stunden waren die Server überlastet und zahlreiche Spieler konnten ihr Spiel nicht fortsetzen.

Der Jugendliche unterließ es seinen Aufenthaltsort mittels Proxys und andere Umleitungsdienste zu verschleiern. Deshalb fanden Detektive bald die IP-Adresse des Hackers heraus, die in den Großraum von Manchester führte.

Dem Jugendlichen droht eine sechsmonatige Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe in Höhe von mindestens 5.000 Englische Pfund.

Hacker-Fiasko 4: DDoS-Attacke auf Paypal

Die Hacker: Christopher Cooper, 23, Joshua Covelli, 26, Keith Downey, 26, Mercedes Haefer, 20, Donald Husband, 29, Vincent Kershaw, 27, Ethan Miles, 33, James Murphy, 36, Drew Phillips, 26, Jeffrey Puglisi, 28, Daniel Sullivan, 22, Tracey Valenzuela, 42 Christopher Quang Vo, 22, und einem ungenannter Mittäter (Anonymous-Aktivisten)
Die Anklage: Verschwörung und Beschädigung eines geschützten Computersystems

Im Dezember 2010 kündigten verschiedene Finanzunternehmen an keine Spendengelder mehr an WikiLeaks auszuzahlen. Darunter befand sich Paypal. Als das Unternehmen das WikiLeaks-Konto sperrte, riefen Hacker der Anonymous-Gruppe die Internetgemeinde zu einem distributed denial-of-service (DDoS)-Attacke im Rahmen der "Operation Payback" auf. Hierzu stellten sie das Programm "Low Orbit Ion Cannon (LOIC)" bereit. Die Angreifer benötigten daher kaum technische Kenntnisse und waren sich zum größten Teil nicht bewusst, dass sie mit ihrem Angriff eine Straftat begehen.

Da LOIC die IP-Adresse nicht verschleiert, konnte Paypal eine Liste mit IP-Adressen der Angreifer zusammenstellen und diese dem FBI aushändigen. Die Beamten nahmen nach einer Razzia Verdächtige fest. 14 Anonymous-Aktivisten droht für die Verschwörung eine Gefängnisstrafe von höchstens fünf Jahren und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar. Hinzukommt für die Beschädigung eines geschützten Computersystems eine Höchststrafe von 10 Jahren Haft.

Hacker-Fiasko 5: Hacker diskutieren über eigenen iPad-Hack

Die Hacker: Andrew Aurenheimer und Daniel Spitler
Die Anklage: Hacken der AT&T-Datenbank und die Weitergabe von über tausend E-Mail-Adressen von iPad-Usern

Andrew Aurenheimer und Daniel Spitler fanden auf der Webseite von AT&T ein öffentliches Skript, mit dem die Integrated Circuit Card Identifier (ICCID) erfasst wurden. Bei der ICCID handelt es sich um die Seriennummer der SIM-Karte. Die beiden Hacker, auch unter dem Namen "Goatse Security" bekannt, entwickelten das Skript "iPad 3G Acount Slurper". Mithilfe des Skripts konnten sie überprüfen, ob wahllos generierte Seriennummern existierten und mit welcher E-Mail-Adresse diese verknüpft waren.

"Goatse Security" sammelte so über 100.000 E-Mail-Adressen. Darunter befanden sich die Adressen vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und dem früheren Stabschef des Weißen Hauses Rahm Emanuel. Die Adressen sollen die Hacker dem Multikonzern News Corp. sowie dem Mediakonzern Thomson Reuters zum Kauf angeboten haben. Einen kleinen Teil der gestohlenen Informationen veröffentlichte die Tageszeitung Gawker.

Anschließend wurde der Druck nach einer raschen Aufklärung des Vorfalls stärker. Die Kriminellen diskutierten per E-Mails und Chats über die Tat und ihre Verstrickung hierin. Dies wurde Aurenheimer und Spitler zum Verhängnis.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (sjf)