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Krise

Düsterer Ausblick bei Sony

Der C64 legte in den 80er Jahren wohl den Grundstein für meine spätere Karriere als IT-Redakteur. Wie bei so vielen Anwendern dieser Zeit kamen danach Amiga und schließlich der erste Intel-PC ins Haus. Dabei faszinierte mich immer wieder aufs neue der Fortschritt der Technologie. Spannend zu beobachten war die Entwicklung des Internets, das in meinen Studienzeiten noch aus der Startseite von Yahoo und Netscape bestand. Auch an Internet-Tarife mit Minutenabrechnung kann ich mich noch erinnern. Und bald war klar, dass ich für ein Online-Angebot arbeiten möchte - es wurde die PC-WELT. Neben der Evolution des Internets von einem Nerd-Spielzeug hin zum allgegenwärtigen Medium waren und sind vor allem alle Entwicklungen im Bereich Home Entertainment, Gadgets, Konsolen und mehr zu einem Steckenpferd geworden, über das ich immer wieder gerne schreibe. Es ist faszinierend, wie Themen wie beispielsweise das Musik-Streaming von kleinen Start-up-Buden über die Jahre hinweg zu Multimillionen-Dollar-Unternehmen wurden und mehr und mehr zum Mainstream werden. Ich finde es nach wie vor spannend, wie sich die Welt der IT und der Unterhaltungselektronik entwickelt und freue mich schon auf die kommenden Jahre. Mein aktuelles Aufgabengebiet als Vice President Portalmanagement und Analytics umfasst die komplette Steuerung des Content- und Portal- Managements für alle Websites von IDG Deutschland (pcwelt.de, macwelt.de, computerwoche.de, cio.de und channelpartner.de). Mein Team und ich kümmern uns um die Optimierung und Ausspielung der Online-Inhalte, die Steuerung der Homepages und Newsletter, die Weiterentwicklung der Web-Seiten, SEO sowie  Content- und Traffic-Analysen.
Immer mehr Unternehmen müssen im Zeichen der Finanzkrise ihre Umsatz- und Gewinnprognosen der aktuellen Situation anpassen, darunter nun auch Sony.

Sony hat heute seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um 14 Prozent auf 7,7 Trillionen Yen (rund 67,6 Milliarden Euro) gesenkt. Und an Stelle eines Gewinns in Höhe von 150 Milliarden Yen ( 1,3 Milliarden Euro) erwartet der Konzern nun einen Verlust in gleicher Höhe.

Sony leidet - wie viele andere High-Tech-Unternehmen - derzeit an der Rezession in vielen Schlüsselmärkten, schwacher Nachfrage und dem starken Yen, der die Exporte verteuert. Den Ernst der Lage verdeutlichte dabei die Tatsache, dass Howard Stringer, CEO von Sony, bei der Finanz-Konferenz auftrat. Das letzte Mal, dass er bei einer solchen Veranstaltung persönlich teilnahm, liegt schon vier Jahre zurück. Stringer zeigte sich kämpferisch: "Wir werden und wollen diese Situation meistern, aber es wird nicht einfach werden."

Im Zuge der wirtschaftlichen Abkühlung wurden auch die Verkaufsprognosen für einzelne Produktgruppen reduziert. So erwartet Sony nun, dass im laufenden Jahr 15 Millionen Bravia-TVs abgesetzt werden (zuvor 16 Millionen), 21,5 Millionen Cybershot-Kameras (24 Millionen), 5,8 Millionen Vaio-PCs (6,8 Millionen) und 15 Millionen PSPs (16 Millionen). Unverändert blieb die Zahl lediglich bei der Playstation 3, diese soll weiterhin in diesem Jahr 10 Millionen Mal verkauft werden.

Im Kampf gegen das widrige Marktumfeld will Sony nun den Umstieg in die Netzwerk-Ära beschleunigen. Im vergangenen Jahr erklärte Sony bereits, bis März 2011 90 Prozent seiner Produkte netzwerkfähig machen zu wollen, dieser Prozess soll nun in bestimmten Bereichen beschleunigt werden. Darüber hinaus will der Konzern künftig schneller neue Produkte entwickeln und seine Innovationsfähigkeit ausbauen. Sony soll wieder zu einem industriellen Maßstab werden und kein Nachfolger mit "mee-too"-Produkten.

Im vergangenen Monat kündigte der Konzern bereits Entlassungen an. So sollen 8000 Vollzeit- sowie weitere 8000 Teilzeit-Stellen wegfallen. (PC-Welt/go)