CO2-Ausstoß verringert

Erste Straßenlampen in Italien auf LEDs umgerüstet

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In Italien werden die ersten 400 LED-Laternen als Pilotprojekt in den oberitalienischen Kleinstädten Lodi, Piacenza und Alessandria montiert.

Der halbstaatliche Energiekonzern Enel hat über die Tochtergesellschaft Enel Sole eine auf LED-Technik beruhende Baureihe von Straßenbeleuchtungen auf den Markt gebracht. Die ersten 400 Laternen werden als Pilotprojekt in den oberitalienischen Kleinstädten Lodi, Piacenza und Alessandria montiert.

Es handelt sich um einen zusammen mit dem italienischen Lampenhersteller i-Guzzini entwickelten Leuchtkörper, der in drei verschiedenen Ausführungen zur Verfügung steht: 84 LEDs mit einer Leistung von umgerechnet rund 100 Watt, 59 LEDs mit 70 Watt und 39 LEDs mit 55 Watt. "Im Vergleich zu den bei Kommunalbeleuchtungen üblichen Technologien auf Natriumdampf- und Quecksilberdampfbasis wird eine Stromeinsparung von 40 Prozent beziehungsweise 60 Prozent erzielt", bestätigt Enel-Infrastrukturdirektor Livio Gallo. "Zudem besitzen die von uns patentierten Lampen eine gewisse Intelligenz, da sie sich automatisch je nach Verkehrsaufkommen in Richtung Straße orientieren und an den Kreuzungen eine stärkere Strahlung als an anderen Stellen emittieren", so Gallo.

Im Verlaufe dieses und des kommenden Jahres sollen landesweit insgesamt 40.000 Straßenlaternen mit LED-Technik installiert werden. Mit den ersten 400 Exemplaren wird eine Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes um jährlich 45 Tonnen erzielt. "Würden alle italienischen Gemeinden damit ausgestattet, würde dies eine Stromeinsparung von drei Mrd. Kilowattstunden und eine Minderbelastung von 1,5 Mio. Tonnen CO2 im Jahr bewirken", bestätigt Gallo. Dies entspreche der Leistung eines Wärmekraftwerkes mit einer Kapazität von 700 bis 800 Megawatt. "Es handelt sich um das weltweit erste Programm zur radikalen Umstellung auf eine innovative und umweltschonende Beleuchtungstechnik."

Vorteile ergäben sich auch aus wirtschaftlicher Sicht. Während die Herstellungskosten nur 15 bis 20 Prozent über der konventionellen Technik lägen, betrage die durchschnittliche Lebensdauer mit zehn bis zwölf Jahren mehr als das Doppelte. Livio Gallo geht deshalb davon aus, dass die LED-Straßenbeleuchtung aus Italien auch im Ausland gute Absatzchancen habe. Spezielle Ausführungen stünden auch zur Ausleuchtung historischer Bauwerke und Sehenswürdigkeiten bereit. (pte)

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