Viel Engagement, aber keine Strategie

Firmen agieren oft orientierungslos im Social Web

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die sozialen Online-Medien sind schlussendlich doch bei den Unternehmen angekommen. Im Netzwerk-Wirrwarr fehlt den meisten jedoch noch völlig der Plan. Zwar zeigen die Firmen auf Facebook, Twitter und Co mittlerweile ein reges Engagement. Allerdings manövrieren sie weitgehend orientierungslos durchs Social Web, wie das E-Center der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) aufzeigt. Trotz einer relativ hohen Aktivität erkennen viele keinen Nutzen für das eigene Geschäft.

Die sozialen Online-Medien sind schlussendlich doch bei den Unternehmen angekommen. Im Netzwerk-Wirrwarr fehlt den meisten jedoch noch völlig der Plan. Zwar zeigen die Firmen auf Facebook, Twitter und Co mittlerweile ein reges Engagement. Allerdings manövrieren sie weitgehend orientierungslos durchs Social Web, wie das E-Center der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) aufzeigt. Trotz einer relativ hohen Aktivität erkennen viele keinen Nutzen für das eigene Geschäft.

Richtlinien und Ziele für soziale Medien

"Den Kopf in den Sand zu stecken, bringt nichts", sagt Gerhard Laga, Leiter des E-Centers in der WKÖ. "Unternehmen sollten soziale Medien grundsätzlich als positiven Faktor, als positive Chance wahrnehmen." Knapp die Hälfte der österreichischen Betriebe hat sich bereits auf das neue Kommunikationsterrain vorgewagt. Noch vor einem Jahr waren es erst 39 Prozent. Facebook, Twitter und Xing, gefolgt von der vorwiegend im angelsächsischen Raum verbreiteten Plattform LinkedIn, geben dabei den Ton an.

Auf den Portalen zeigen die Firmen ein hohes Maß an Aktivität. Zwei Drittel halten ihre Profile zumindest wöchentlich aktuell. 18 Prozent nehmen sogar täglich ein Update vor. Den positiven Nutzen ihres Engagements erkennen mehr als 40 Prozent der Akteure aber nicht. Ihnen fehlt eine klare Zielsetzung. "Richtlinien für die Nutzung sind in zwei Drittel der Unternehmen nicht vorhanden", betont Laga. Der Großteil hat keine strategischen Ziele definiert. Nur ein Viertel verfolgt konkret formulierte Zwecke wie die Imagepflege, Neukundengewinnung, Kundenbindung oder Kundenservice in den Social Networks.

Interaktion statt One-Way-Kommunikation

Ein häufiger, aber vermeidbarer Fehler in den Netzwerken ist Laga zufolge, soziale Medien wie klassische Medien zu betrachten und eine One-Way-Kommunikation zu betreiben, statt in Interaktion mit den Usern zu treten. Dazu bedarf es klarer Rahmenbedingungen und Richtlinien in den Firmen. "Die Mitarbeiter müssen wissen, wer was kommunizieren soll", meint Laga. Gerade bei Facebook finden Business-to-Consumer-Betriebe gute Voraussetzungen für ihre Außenkommunikation vor. Aber auch Business-to-Business-Unternehmen können die Vorteile der Vernetzung etwa bei Xing oder Twitter für ihre Zwecke nutzen.

Die wichtigste Aufgabe der Firmen im Web 2.0 ist derzeit, strategische Ziele zu definieren. Dazu stellt die WKÖ Social-Media-Guidelines für Unternehmen zum Download bereit. Außerdem widmet sich der E-Day am 3. März 2011 unter dem Motto "Erneuern, um zu wachsen" ganz dem Schwerpunkt soziale Medien. Wir wollen beim E-Day möglichst viel Interaktivität schaffen", so Laga. (pte/rw)

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