Nach Hinweisen von Händlern

Gefälschte HP-Tonerkartuschen beschlagnahmt

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Im Kampf gegen Fälschungen von Druckerverbrauchsmaterialien konnte HP einen Erfolg verbuchen: In Deutschland und Österreich wurden über 5.000 gefälschte Tonerkartuschen und Computerkomponenten aus dem Verkehr gezogen.

Gefälschte Drucker-Supplies und IT-Komponenten verursachen nicht nur enorme wirtschaftliche Schäden bei den Herstellern der Originale, sie können auch die Funktion der Produkte erheblich beeinträchtigen. Wird die Fälschung nicht erkannt, schlägt sich das auch auf das Image des Unternehmens nieder.

In Zusammenarbeit mit lokalen Strafverfolgungsbehörden konnten tausende von gefälschten HP-Produkten aus dem Verkehr gezogen werden (Symbolbild).
In Zusammenarbeit mit lokalen Strafverfolgungsbehörden konnten tausende von gefälschten HP-Produkten aus dem Verkehr gezogen werden (Symbolbild).

Viele Hersteller haben daher den Fake-Produkten den Kampf angesagt. So unterhält auch HP eigene Anti Counterfeiting and Fraud (ACF)-Teams, um den Fälschern auf die Schliche zu kommen. Nach Hinweisen von Fachhandelpartnern konnte HP in Österreich in Zusammenarbeit mit den lokalen Strafverfolgungsbehörden tausende von gefälschten Tonerkartuschen aus dem Verkehr ziehen. Parallel dazu entdeckten deutsche Zollbeamte an Flughäfen mit Unterstützung der ACF-Spezialisten eine Ladung gefälschter Computer-Komponenten aus Ostasien.

12 Millionen Fälschungen in fünf Jahren

Susanne Kummetz, Director Commercial und Consumer Channel bei HP Deutschland, weist in diesem Zusammenhang auf schwerwiegenden Folgen für das Geschäft von Vertriebspartnern und Distributoren durch Verkauf von gefälschten Komponenten und Tonerkartuschen hin: "Illegale Produkte bieten dazu ein schlechtes Nutzungserlebnis und beschädigen unter Umständen die Hardware", warnt Kummetz. HP-Original-Verbrauchsmaterialien seien mit dem Ziel entwickelt worden, konsistente Qualitätsergebnisse zu liefern, denen die Benutzer vertrauen können.

Laut HP haben lokalen Behörden in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) in den letzten fünf Jahren etwa zwölf Millionen Produktfälschungen des Herstellers beschlagnahmt, unter tatkräftiger Mithilfe des Unternehmens. Zudem führte HP über 4.500 Audits und Inspektionen (CPPAs und CDIs) bei Lagerbeständen von Partnern oder bei verdächtigen Lieferungen an Kunden durch. Im Rahmen des ACF-Programms schult HP zudem Kunden und Partner. Sie sollen so in der Lage sein, gefälschtes Druckerzubehör besser zu erkennen.

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