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Hauptauftraggeber abgesprungen

Komsa muss polnisches Reparaturwerk dichtmachen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Nachdem der wichtigste Kunde seinen Vertrag gekündigt hat, muss Komsa das Reparaturcenter im polnischen Breslau schließen. Das deutsche Reparaturgeschäft in Hartmannsdorf ist davon nicht betroffen.

Der Bedarf an Smartphone-Reparaturleistungen sinkt. Die Geräte werden weniger anfällig und insbesondere in der Garantiezeit fallen weniger Reparaturfälle an. Dies spüren die Reparaturdienstleister.

Am Komsa-Standort im polnischen Breslau werden künftig keine Mobiltelefone mehr repariert. Das Distributionsgeschäft bleibt aber bestehen.
Am Komsa-Standort im polnischen Breslau werden künftig keine Mobiltelefone mehr repariert. Das Distributionsgeschäft bleibt aber bestehen.
Foto: Komsa

Zu den großen Reparaturwerkstätten in Europa zählt auch TK-Distributor Komsa aus dem sächsischen Hartmannsdorf. Neben dem Reparaturbetrieb am Hauptsitz unterhält das Unternehmen auch ein Center im polnischen Breslau.

Nun ist in Breslau auch noch der wichtigste Kunde in Polen abgesprungen. So steht der dortige Reparaturbetrieb vor dem Aus. "Ohne unseren Hauptauftraggeber können wir das Reparaturcenter in Breslau nicht weiterführen", muss Uwe Bauer, Vorstandsvorsitzender der Komsa-Gruppe, eingestehen. Die Nachfrage nach professionellen Reparaturservices im polnischen Markt sei einfach zu gering.

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Aufgebaut wurde das Center seinerzeit als Vertragswerkstatt eines Herstellers, der aufgrund stagnierender Verkaufszahlen seine bisher auf mehrere Standorte in Polen verteilten Reparaturen strafft und hierfür ein anderes Reparaturcenter beauftragt hat.

Distribution für Polen bleibt in Breslau

Nach gut zwölf Jahren wird das Werk in Breslau nun im Frühjahr 2019 geschlossen. Rund 300 Mitarbeiter sind davon betroffen. "Die Mannschaft hat viel Herzblut und Energie in den Aufbau des Reparaturcenters gesteckt. Umso schwerer fällt dieser Schritt", berichtet Bauer. Er hofft, dass Mitarbeiter des polnischen Teams für eine Tätigkeit im deutschen Reparaturcenter gewonnen werden können. In Hartmannsdorf sucht Komsa nämlich neue Mitarbeiter, nicht nur im Reparatursegment. In den Bereichen Vertrieb, Marketing und IT sind derzeit rund 60 Stellen ausgeschrieben. Ganz geschlossen wird der Komsa-Standort in Breslau jedoch nicht. Das Distributionsgeschäft für den polnischen Markt wird weiterhin von dort aus erfolgen.

Um das Reparaturgeschäft in Hartmannsdorf breiter aufzustellen, hat der Distributor bereits im Sommer 2018 ein neues Angebot eingeführt: Die Komsa-Tochter Repamo.com bietet kostengünstige Standard-Reparaturen zum Festpreis für bestimmte Smartphone-Modelle an. Insbesondere für Geräte außerhalb der Garantiezeit, die nicht unbedingt mit teuren Original-Ersatzteilen bestückt werden müssen, ist das Repamo-Modell eine interessante Alternative. Das Angebot erstreckt sich überwiegend auf Displayschäden und den Austausch defekter Akkus. Trotz des günstigeren Preises will Komsa den hohen Reparaturstandard mit Spezialwerkzeugen, geschultem Personal und ESD-Schutzzonen und -ausrüstung gewährleisten.