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Langfinger haben kaputte Knie

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die Finger verraten so manches - unter anderem, ob Ihre Kunden Arthrose im Knie haben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Nottingham University.
Bei Mitarbeitern von Sägewerken kann die Fingerdiagnose schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein. Foto: Mandy Eger / pixelio.de
Bei Mitarbeitern von Sägewerken kann die Fingerdiagnose schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein. Foto: Mandy Eger / pixelio.de
Foto: Mandy Eger / pixelio.de

Die Länge der Finger eines Menschen hilft dabei, sein Risiko für Krankheiten zu bestimmen. Ist etwa der Ringfinger länger als der Zeigefinger - gemessen von Fingeransatz bis zur -spitze - so ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, Arthrose im Knie zu entwickeln. Das berichten Forscher der Nottingham University. Sie untersuchten dazu die Finger von 2.000 Patienten, die mit diesem Problem leben.

Ähnlich konnten Biologen um John Manning von der Swansea University in einer Studie bei 200 Probanden zeigen, dass Menschen mit langem Ringfinger auch anfälliger für Erkältungen, Windpocken und Röteln sind. Im Vorjahr behaupteten hingegen Forscher der Universität Warwick, dass ein langer Zeigefinger das Risiko von Männern, an Prostatakrebs zu erkranken, deutlich senkt.

Als Erklärung für dieses Phänomen geben die Forscher an, dass sich die Finger, jedoch auch wichtige Organe wie Gehirn oder Herz, zwischen der achten und zwölften Schwangerschaftswoche ausbilden. Prägend dafür sei vor allem, wie viel Östrogen und Testosteron das Kind dabei abbekommt. Das "Männerhormon" Testosteron sei für das Wachstum des Ringfingers zuständig, das "Frauenhormon" Östrogen hingegen für den Zeigefinger.

Die Länge von Ring- und Zeigefinger deutet laut den Forschern darauf hin, dass man mehr Testosteron oder mehr Östrogen im Körper trägt, was wiederum mit dem Risiko für spätere Krankheiten zusammenhängt. Falls weitere Forschung die Ergebnisse bestätigt und noch verfeinert, so könnte man eines Tages auf Grundlage der Fingerlänge medizinische Vorhersagen machen und Menschen spezielle Präventionsprogramme zukommen lassen, glauben die Wissenschaftler. (pte/haf)

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