Unternehmen schalten sich ein

Peer-to-Peer wird legitimer Vertriebsweg

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Peer-to-Peer-Netzwerke waren bislang hauptsächlich für Musik- und Film-Piraterie bekannt, doch mittlerweile nutzen immer mehr konventionelle Unternehmen die Technologie, um Inhalte schnell und günstig zu ihren Kunden zu bringen. "Als wir uns im Jahr 2005 mit Content-Anbietern trafen, war Peer-to-Peer ein schmutziges Wort", so Robert Levitan, Chief Executive des Start-Up-Unternehmens Pando http://www.pando.com . Im Jahr 2007 hätten die Anbieter schließlich den Nutzen der Technologie erkannt. Pando vertreibt unter anderem Inhalte der NBC in DVD-Qualität. 90 Prozent aller Peer-to-Peer-Downloads seien jedoch immer noch illegal, so David Hahn vom Unternehmen SafeNet.

Peer-to-Peer-Netzwerke waren bislang hauptsächlich für Musik- und Film-Piraterie bekannt, doch mittlerweile nutzen immer mehr konventionelle Unternehmen die Technologie, um Inhalte schnell und günstig zu ihren Kunden zu bringen. "Als wir uns im Jahr 2005 mit Content-Anbietern trafen, war Peer-to-Peer ein schmutziges Wort", so Robert Levitan, Chief Executive des Start-Up-Unternehmens Pando. Im Jahr 2007 hätten die Anbieter schließlich den Nutzen der Technologie erkannt. Pando vertreibt unter anderem Inhalte der NBC in DVD-Qualität. 90 Prozent aller Peer-to-Peer-Downloads seien jedoch immer noch illegal, so David Hahn vom Unternehmen SafeNet.

Mittlerweile tauschen zwölf bis 15 Millionen Menschen weltweit Musik, Filme und Software über die Netzwerke. BitTorrent und eDonkey sind die beliebtesten Anbieter. Der Reiz der Technologie sei nicht nur der kostenlose Zugriff, sondern auch exklusiver Inhalt, der sonst nur schwer zu bekommen sei. Dies treffe zum Beispiel auf TV-Serien zu, die noch nicht in Europa ausgestrahlt wurden.

Die BitTorrent-Software wurde im Jahr 2002 veröffentlicht. Seit 2005 verzichtet die Plattform auf geschützte Inhalte und kooperiert nun mit Studios, um Filme zu verbreiten. Die BBC nutzt Peer-to-Peer-Technologie von Verisign für ihren iPlayer, der einige ihrer beliebtesten TV-Serien über das Internet anbietet. Französische Anbieter arbeiten mit Software von 1-Click Media und der norwegische öffentlich-rechtliche TV-Sender startete vor kurzem ebenfalls eine Zusammenarbeit mit BitTorrent.

Eigentlich brauchen Unternehmen die Plattformen nicht, um ihre Inhalte zu verbreiten. Sogenannte Content Deliviery Networks (CDN) liefern Daten zu einem fixen Tarif an die Kunden. Dieser Markt setze dieses Jahr 680 Mio. Dollar um, so Doug Walker, Chief Executive von BitTorrent. Im Gegensatz zu CDNs hätten Peer-to-Peer-Anbieter jedoch den Vorteil, dass die Kunden selbst dem Unternehmen viel Arbeit abnehmen, indem sie bereits heruntergeladene Inhalte weiter tauschen. Das reduziere die Kosten um 50 bis 90 Prozent. (pte/mf)