Praxistest

HTC Touch Cruise / o2 Xda Orbit 2

29.10.2008

Telefonfunktionen / Ausdauer

Trotz der Größe von 2,8 Zoll - so viel wie Nokias Multimedia-Überflieger N95 8GB - bietet der Touchscreen nur die Standard-Auflösung von 240x320 Pixeln. Er ist transflektiv ausgelegt und kann im Gegensatz zu den meisten anderen Handys sogar mit wenigen Fingertipps auf diesen Anzeigetyp umgeschaltet werden. Mit "HTC Home" besitzt das Cruise dafür die nötige Bedienführung. HTCs eigenentwickelte Touch Flo-Bedienoberfläche reizt dabei die Möglichkeiten der vereinfachten Gestensteuerung aus. Aus dem Homescreen mit der großen Uhr wechselt man bequem per Fingersteich zur Auswahl der wichtigsten Funktionen. Man beamt sich damit regelrecht ins Schlaraffenland der intuitiven Bedienung. Zwar kann man nicht selbst bestimmen, welche Programme man im einfachen Rastermenü findet, trotzdem fallen die Wege zu vielen Anwendungen deutlich kürzer aus als in so manchen anderen Handys. Die Seiten mit Kurzwahl-Kontakten, Multimedia (Foto, Musik, Video) und der Zusammenstellung samt Browser, Messaging und Organizing blättert man mit einem horizontalem Streich durch. Mit Touch Flo gelingt es HTC, den Umgang mit Windows Mobile entscheidend zu erleichtern.

HTC hat auch anderen nervigen Eigenarten von Windows Mobile abgeholfen, indem etwa ein eigener Taskmanager implementiert wurde. Eine fingerfreundliche virtuelle Tastatur, auf deren Tastenfelder jeweils 2 Buchstaben kommen, erleichtert den Umgang mit dem Touch Cruise ebenfalls. Alternativ kann man den so genannten "Transcriber" für Texteingaben nutzen. Die Universal-Schrifterkennung des Windows Mobile-Systems befindet sich in einem ausgereiften Stadium und hat selbst unsere etwas krakelige Schrift korrekt erkannt.

Die Sprachqualität ist durchweg klar und gibt die Höhen kräftig wieder. Sprachaussetzer traten nicht auf. Das Signal des Cruise erreicht meistens den Telefonmasten, nur bei extrem schlechten Bedingungen bricht der Empfang ab. Da das Touch Cruise sich aber schnell wieder ins Mobilfunknetz einwählt, fällt das kaum ins Gewicht.

Mit einer Akkuleistung von mehr als 1000 mAh kann es der Cruiser auch mit Windows Mobile noch aufnehmen. Da der Wert mit 1350 mAh sogar noch deutlich darüber liegt, erlaubt das Touch Cruise auch den vollen Einsatz aller Connectivity-Spielarten. Als Telefon, Mp3-Player und Surfmaschine wird sich der Mini-Computer bei einigermaßen sparsamer Nutzung sogar vier Tage oder bis zu einer Woche nutzen lassen. Einzig die GPS-Antenne erlaubt keine allzu großen Ausflüge. Selbst für eine Tagesreise ist ein Zweitakku oder Zubehör für den Zigarettenanzünder im Auto obligatorisch. Die Gesprächszeit gibt HTC mit vier Stunden im UMTS-Modus an.

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