Seit Mai wird neu gezählt

Punktereform in Flensburg

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Anfang Mai trat die angekündigte Punktereform in Kraft. Autofahrer mussten sich auf einige Neuerungen einstellen. Hier ein Überblick.
Mit der Punktereform in Flensburg sind Verkehrsverstöße teurer geworden.
Mit der Punktereform in Flensburg sind Verkehrsverstöße teurer geworden.
Foto: Tatjana Balzer - Fotolia.com

Die wichtigste und umfangreichste Neuerung für Autofahrer tritt mit der schon mehrfach verschobenen Punktereform in Kraft. Schwere Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden ab dem 1. Mai nicht mehr mit einem bis sieben Punkten geahndet – es gibt dann pro Verstoß nur noch maximal drei Punkte. Gleichzeitig sinkt aber die Grenze für den Führerscheinentzug von 18 auf acht Punkte. Hat ein Fahrer vier oder fünf Punkte auf seinem Negativ-Konto, wird er künftig schriftlich ermahnt. Bei sechs oder sieben Punkten erfolgt eine Verwarnung.

Anders als bisher verjährt jeder Verstoß einzeln, neue Punkte verlängern nicht die Verjährungsfrist der alten. Neu geregelt ist auch der Punkteabbau per Fahreignungsseminar. Er ist nur noch bei maximal fünf Punkten möglich; wer mehr Punkte angesammelt hat, kann nicht mehr auf Milde hoffen. Außerdem ist der Punkteabbau per Seminar nur noch einmal innerhalb von fünf Jahren möglich.

Umrechnung der alten Punkte in das neue System:

Alt > Neu

1 - 3 Punkte > 1 Punkt

4 - 5 Punkte > 2 Punkte

6 - 7 Punkte > 3 Punkte

8 - 10 Punkte > 4 Punkte

11 - 13 Punkte > 5 Punkte

14 - 15 Punkte > 6 Punkte

16 - 17 Punkte > 7 Punkte

18 Punkte oder mehr > 8 Punkte

Bußgelder werden zum Teil drastisch erhöht

Gleichzeitig mit der Punktereform werden die Bußgelder angehoben. Bei Handynutzung am Steuer drohen z.B. 60 statt wie bisher 40 Euro. Der gleiche Betrag wird auch für den Verstoß gegen die Winterreifenpflicht und die Mitnahme nicht korrekt gesicherter Kinder fällig. Fahrten in der Umweltzone ohne die korrekte Plakette werden künftig mit 80 statt 40 Euro bestraft, im Gegenzug entfällt der bislang obligatorische Punkt in Flensburg, da es Punkte nur noch für gefährliche Verstöße gibt.

Quelle: www.arag.de

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