PC-Marktführer

Schwächerer PC-Markt drückt Lenovo-Geschäft

17.02.2023
Der PC-Marktführer Lenovo bekommt die Abkühlung des Marktes nach dem Boom zu Beginn der Corona-Pandemie deutlich zu spüren.
Lenovo konnte auch im vierten Quartal 2022 die Spitzenposition im PC-Markt halten.
Lenovo konnte auch im vierten Quartal 2022 die Spitzenposition im PC-Markt halten.
Foto: IDC

Der Umsatz des chinesischen Konzerns fiel im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf knapp 15,3 Milliarden Dollar, wie Lenovo am Freitag mitteilte. Der Gewinn sackte um 32 Prozent auf 437 Millionen Dollar ab.

Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC sank der weltweite PC-Absatz in die Verkaufskanäle im vergangenen Vierteljahr um rund 28 Prozent. Bei Lenovo ging der Absatz in einer ähnlichen Größenordnung zurück und der Marktanteil hielt sich stabil bei 23 Prozent.

Lenovo-Manager Mirco Krebs verwies zugleich darauf, dass die Nachfrage im Markt höher sei, als diese Zahlen vermuten ließen, da in den vergangenen Monaten verstärkt Lagerbestände abverkauft worden seien. Die Aktivierungszahlen neuer Geräte belegten dies.

Bauteile-Versorgung verbessert sich

Zu Beginn der Corona-Pandemie war mit dem verstärkten Arbeiten und Lernen von Zuhause aus die Nachfrage vor allem nach Notebooks hochgesprungen. Das führte zu Engpässen bei Bauteilen und zum Teil langen Lieferzeiten. Deswegen wurden bei erster Gelegenheit Lagerbestände angelegt. Inzwischen ließ die Nachfrage auch angesichts der schwächeren Wirtschaft und der hohen Inflation nach und zugleich verbesserte sich die Bauteile-Versorgung.

In Deutschland hielt Lenovo zuletzt nach Zahlen von Marktforschern einen Anteil von 39 Prozent im Geschäft mit Unternehmen, das insgesamt um 30 Prozent geschrumpft war. Bei Verkäufen an Privatkunden kommt der Konzern demnach auf einen Marktanteil von knapp 24 Prozent. Der PC-Absatz in Deutschland war in der Pandemie zeitweise von elf auf 15 Millionen Geräte im Jahr gestiegen, fiel aber inzwischen wieder zurück. Experten gehen zugleich davon aus, dass sich die Nachfrage über dem Niveau vor der Pandemie einpendeln wird. (dpa/rs/rw)

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