SCO steht vor dem Aus

13.08.2007
Es bahnt sich eine Entscheidung an: Novell hat vor Gericht gegen SCO einen entscheidenden Sieg errungen.

Im jahrelangen Streit um das Computer-Betriebssystem Unix, der auch die freie Software Linux belastet, hat ein US-Gericht der klagenden Firma SCO eine schwere Niederlage zugefügt. Das Gericht im Bundesstaat Utah entschied, dass die Rechte an Unix beim Unternehmen Novell und nicht bei SCO liegen, wie die US-Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" am Wochenende übereinstimmend berichteten. SCO klagt bereits seit 2003 unter anderem gegen IBM und fordert Geldzahlungen, weil Linux zum Teil auf Unix basiert.

SCO machte dabei geltend, die Rechte an Unix 1995 von Novell gekauft zu haben. Der Richter entschied nun aber, dass Novell Unix an SCO nur in Lizenz vergeben und dabei das Urheberrecht an der Software behalten habe, hieß es. Damit könne Novell SCO auch zwingen, die Klage gegen IBM fallen zu lassen. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit bremste in den vergangenen Jahren nach Einschätzung von Marktexperten die Verbreitung von Linux-Software. Diese Gefahr sei nun gebannt, betonte Novell-Chefjurist Joe LaSala in einer Stellungnahme. SCO selbst bietet Software auf Unix-Basis an, die schwer mit Linux-Programmen zu kämpfen hat. (Computerwoche/rw)

Zur Startseite