Test: Die neue Centrino-Generation von Intel

23.05.2007
Thomas Rau ist stellvertretender Chefredakteur PC-WELT Print bei IT-Media. 

Test: Intel Turbo Memory und Akkulaufzeit

Für das Robson-Modul gibt es unter Windows Vista ein eigenes Software-Tool: die Intel Turbo Memory Console. Dort lassen sich für den Flash-Speicher, der in unserem Testgerät 1 GB groß war, jeweils die Funktionen Readyboost und Readydrive aktivieren. Nach jeder Änderung in der Konsole ist ein Neustart fällig.

Ein eigener Benchmark von Intel, den der Prozessorgigant bereits auf der CeBIT zeigte, scheint die Vorteile von Robson zu belegen. Allerdings verlangt dieser Test eine sehr hohe Rechenlast, die im Arbeitsalltag eher selten vorkommen dürfte.

In unseren Test zeigte Intel Turbo Memory dagegen keine spürbaren Vorteile: Im Festplatten-Test des PC-Mark 05 unterschieden sich die Ergebnisse bei aktivem Readydrive und ohne diese Funktion praktisch nicht.

Im Sysmark 2007 war der Mobilrechner mit aktiver Robson-Technik sogar langsamer als ohne.

Auch im Akkubetrieb brachte Robson keinen positiven Effekt: Bei aktiviertem Intel Turbo Memory fiel die Akkulaufzeit unter voller Last um sechs Minuten kürzer aus als ohne.

Insgesamt konnte die Leistung im Akkubetrieb aber überzeugen: Im Praxistest, der die Arbeit eines Anwenders mit einer Textverarbeitung simuliert, schaffte das Santa-Rosa-Notebook knapp 7,5 Stunden Laufzeit – dank des großen Akkus mit 79 Wh. Das Notebook verbrauchte dabei 10,6 Watt – ein sehr niedriger Wert, selbst für ein Gerät mit integrierter Grafik. Bisher brachte nämlich eine neue Centrino-Generation meist auch einen höheren Stromverbrauch mit sich. Auch angesichts der Tatsache, dass die meisten Notebooks unter Vista etwas mehr Strom verbrauchen als unter Windows XP, spricht das gute Ergebnis im Akkutest für die Spareffizenz der Santa-Rosa-Plattform.

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