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Zehn Mal Schneller als LTE

Vodafone stattet Testcenter mit 5G-Labor für mobile Zukunft aus

30.08.2017
An vielen Orten in Deutschland wird bereits kräftig das autonome Fahren erprobt. Im Testcenter Aldenhoven steht für die Kommunikation von Autos, Ampeln und Infrastruktur nun ein 5G-Netz zur Verfügung, das Daten zehn Mal Schneller als über LTE weitergibt.
Vodafone stellt ein Netz zur Verfügung, das Daten in Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde transportiert.
Vodafone stellt ein Netz zur Verfügung, das Daten in Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde transportiert.
Foto: Vodafone

Für die Erprobung des neuen 5G-Standards im Autoverkehr der Zukunft ist am Mittwoch in Aldenhoven bei Aachen ein neues "Mobility Lab" eröffnet worden. Branchenübergreifend sollen dort künftig unter Alltagsbedingungen Lösungen erprobt werden, die den Straßenverkehr mit neuen Technologien sicherer und umweltfreundlicher gestalten. Das 5G Mobility Lab im konzernunabhängigen Testcenter Aldenhoven sei ein Musterbeispiel für angewandte Spitzenforschung in Nordrhein-Westfalen, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Vodafone hat dafür das von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) betriebene Test-Center mit einem frei konfigurierbaren Mobilfunknetz der fünften Generation ausgestattet. Die neue Technologie 5G, die ab 2020 Schritt für Schritt das LTE-Netz und ältere Standards ablösen soll, leitet Daten in Geschwindigkeiten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde weiter. Vor allem von einer Latenzzeit von weniger als 10 Millisekunden sollen künftige Infrastrukturen profitieren, wenn es darum geht, Daten etwa von Unfällen oder Hindernissen ohne Zeitverlust weiterzugeben.

Vision: Menschenleben schützen

Laut Statistischem Bundesamt sterben rund neun Menschen täglich im Straßenverkehr, sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. Künftig würden sich Autos per Mobilfunk in Echtzeit gegenseitig vor Gefahren warnen können. Auch die Umwelt - und die Nerven der Autofahrer - könnten profitieren. "Wir wollen Staus und Vollbremsungen vermeiden und damit auch Menschenleben retten." Dafür solle etwa die Kreuzung der Zukunft ohne Ampel auskommen, das Überholen auf der Landstraße durch vorausschauende Technik erleichtert werden, die durch vorausfahrende Lkws oder Hügel hindurch schaut, oder frühzeitige Warnungen etwa vor Hindernissen oder Unwettern ermöglichen.

Die RWTH Aachen betreibt seit 2009 mit Unterstützung von EU, Bund und Land das 400000 Quadratmeter große Test-Center in Aldenhoven. Vodafones 5G Mobility Lab sei nun ein weiterer elementarer Baustein, sagte Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH. (dpa/rs)