Impressionen von der it-sa

Warum der Besuch der IT-Sicherheitsmesse in Nürnberg lohnt

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Mit 7.400 Besuchern und 385 Ausstellern aus 21 Ländern hat die IT-Security-Messe it-sa eine neue Bestmarke erzielt.

Nach dem Aus für die Messe "Systems" in München ist die dort beheimatete "IT-Security-Area", kurz "it-sa", nach Nürnberg abgewandert. Dort feierte die Schau der Security-Anbieter in diesem Jahr bereits den sechsten Geburtstag.

Und die IT-Security-Messe samt Kongress hat sich in der fränkischen Metropole etabliert. Das beweisen die rund 7.400 Fachbesucher und die 385 Aussteller aus 21 Ländern. Das Who-is-Who der IT-Sicherheitsbranche war in Nürnberg vertreten: Software-Hersteller wie G Data, Kaspersky und Sophos aber auch zahlreiche auf IT-Security spezialisierte Value Added Distributoren: ADN, Arrow, Ectacom, Infinigate, Westcon, Jacobsoftware, 8Soft, Exklusive Networks und Sysob. Zum ersten Mal kam war sogar Ingram Micro nach Nürnberg.

Ganz klar stand das Thema "Managed Security Services" im Fokus des Messegeschehens. Vertreter der Distributoren und Hersteller betonten in Gesprächen mit ChannelPartner, dass Systemhäuser und Fachhändler mehr tun müssen, als lediglich Security-Software den Endkunden verkaufen und updaten. Da ist ein ganzheitlicher Ansatz gefragt.

"Mit dem reinen Abverkauf von Security-Boxen wird kein Fachhändler mehr glücklich!" meint etwa Jürgen Jakob, Geschäftsführer bei dem auf Security-Lösungen spezialisierten Distributor Jakobsoftware. Er plädiert für weiter gehende Services der Reseller, etwa im Bereich des "mobilen Workplace", also bei der Verwaltung der neuen mobilen Endgeräte Smartphones und Tablets (Stichwort: MDM, Mobile Device Management).

Barracuda, Sophos, Kaspersky, G Data

Auf der it-sa hat Barracuda den Abschluss eines zusätzlichen Distributionsvertrages mit Ingram Micro verkündet. Damit ist Barracudas gesamtes Portfolio von E-Mail-, Web-, Network- und Application-Security-Systemen sowie von Backup- und Storage-Lösungen bei dem Broadliner im Münchner Osten erhältlich. In Nürnberg präsentierte der Hersteller zum ersten Mal einem breiteren Publikum die Version 6.0 der eigenen "New Generation" Firewall "Advenced Threat Detection" (ADT) - mit der angeblich auch so genannte "Zero Day"-Attacken erfolgreich abgewehrt werden können.

Auf ADT setzt auch Sophos. In der fränkischen Hauptstadt präsentierte sich der Anbieter gemeinsam mit den Vertriebspartnern Helmich IT-Security, MR Datentechnik, netlogix, Protea Networks und Teamware. Erste Details des Sicherheitsprojekts "Galileo" wurden in Nürnberg bekannt gegeben. Ferner versuchte der Hersteller die "Sophos Cloud" Kunden schmackhaft zu machen - eine in der Ferne gehostete Sicherheitslösung, mit der Reseller die gesamte IT-Infrastruktur des Endkunden, seien es Windows-, MacOS, iOS oder Android-Geräte, von einer zentralen Instant verwaltet werden können.

Ebenfalls mit Partnern war Kaspersky auf der it-sa vertreten, so zum Beispiel mit Bücker EDV, save IT first, die CyProtect AG sowie die NetPlans-Systemhausgruppe. Sogar die meisten der Distributoren des russischen Security-Spezialisten waren mit von der Partie (siehe Auflistung oben). Zum ersten Mal war in Nürnberg konnten Interessierte "Kaspersky DDoS Protection" begutachten, eine Lösung, die dank der technologischen Erfahrung des IT-Sicherheitsspezialisten und des Einsatzes neuester, intelligenter Technologien in der Lage sein solle, Unternehmen mit einem flexiblen und wirtschaftlichen Schutzschild zu versehen.

G Data hat auf der it-sa das Update der Business-Versionen 13.1 und der "EndpointProtection Managed Services" präsentiert. Vor allem letztere stießen bei den den G Data-Stand besuchenden Fachhändlern und Systemhäusern auf großes Interesse. Hier hat sich G Data mit "Trust in German Sicherheit" ein witziges Motto einfallen lassen.

Überhaupt, viele Aussteller bewiesen Kreativität und Fantasie, was die Ausgestalltung ihrer Stände betraf. Star Wars-Krieger konnte man auf der it-sa genauso antreffen wie Darth Vader, Schoko-Herzen verteilende Damen in Dirndln, aber auch viele Bälle und sogar einen Truck konnte der geneigte Besucher in der Messehalle 12 finden. Mehr dazu in der unteren Bildergalerie (rw)