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Apple Pay in Deutschland verfügbar

Was Apple Pay für den Handel bedeutet

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Nach Google hat es jetzt auch Apple geschafft, seinen eigenen Bezahldienst in Deutschland anzubieten. ChannelPartner hat bei Payment Service Providern nachgefragt, was das für den Handel bedeutet.

Seitdem Apple-CEO Tim Cook es im Sommer angekündigt hatte, wurde der Start von Apple Pay besonders von iPhone-Nutzern mit Ungeduld erwarte. Jetzt hat der US-Konzern es gerade noch im Jahr 2018 geschafft, sein Versprechen einzulösen. Damit können Verbraucher nun in ersten Ladengeschäften mit iPhone bezahlen. Apple Pay funktioniert in Geschäften mit dem iPhone SE, iPhone 6 und höher und der Apple Watch.

Seit 11. Dezember 2018 können Nutzer aktueller iPhones oder einer Apple Watch auch in Deutschland mit Apple Pay bezahlen.
Seit 11. Dezember 2018 können Nutzer aktueller iPhones oder einer Apple Watch auch in Deutschland mit Apple Pay bezahlen.
Foto: Screenshot: ChannelPartner

Zu den ersten Akzeptanzstellen gehören vor allem Ladenketten wie Aldi Nord und Aldi Süd, Galeria Kaufhof, Kaufland, Lidl, Netto, Norma und Real, die Drogeriemärkte dm und Rossmann, die Tankstellenketten Aral, Avia und Shell, die Autobahnraststättenbetreiber Serways und Tank&Rast sowie die Fast-Food-Ketten Burger King, McDonalds und Starbucks. Aus dem Technikbereich sind Apples eigene Shops, Conrad, Cyberport, Media Markt und Saturn dabei.

In deren Geschäften stehen erforderlichen NFC-fähige Terminals - wie inzwischen in den meisten Ladengeschäften. Weitere Voraussetzung ist, dass Nutzer eine der unterstützten Bankkarten besitzen. Neben den gängigen Kreditkarten von American Express, Meastro, Mastercard und Visa gehören dazu die der traditionellen Banken Deutsche Bank, Comdirect, Hanseatic Bank und Hypo Vereinsbank. Mit dabei sind zudem Fidor Bank, N26, Boon, Bunq Vim Pay und O2 Banking. 2019 sollen unter anderem die Bankkarten der Consors Bank, der DKB und der ING hinzukommen.

Lesetipp: Was wir von Apple Pay lernen können

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird das iPhone im Ladengeschäft an der Kasse ans Terminal gehalten. Außerdem können Nutzer auch bei Online-Käufen und In-App-Käufen mit Apple Pay bezahlen.

Mit dem Start von Apple Pay in Deutschland bietet Apple auch Händlern Informationen, was sie tun müssen, um Zahlungen mit Apple Pay akzeptieren zu können. Der erforderliche Aufwand könnte sich durchaus lohnen. Das bereits einige Monate früher in Deutschland gestartete Angebot von Google, Google Pay wird von den Nutzern gut angenommen. Die Comdirect Bank, die ihn anbietet, hat sich gegenüber dpa positiv dazu geäußert: "Mehr als die Hälfte der registrierten Kunden bei Google Pay nutzt den Dienst regelmäßig - also mindestens fünf Mal im Monat", erklärte Bankchef Arno Walter. Der Service werde häufiger im Laden als bei Online-Zahlungen verwendet.

Was Payment-Anbieter zum Start von Apple Pay sagen

"Wir finden es gut, dass Apple Pay endlich in Deutschland verfügbar ist. Nun können auch die iPhone-Nutzer, wie schon Besitzer von Android Smartphones mit Google Pay, im stationären Einzelhandel mit ihrem Smartphone zahlen. Wir freuen uns über jede Möglichkeit, die dem Nutzer das Einkaufen im Präsenz- und Onlinehandel erleichtert. Die Zahlung am POS kann nun schnell und sicher mit dem Handy erfolgen", erklärt Hans Peter Weber, Gründer und Vorstand der Secupay AG, gegenüber ChannelPartner. Alle für kontaktlose Kartenzahlungen freigeschalteten EC-Terminals von Secupay unterstützen Apple Pay.

"Wir finden es gut, dass Apple Pay endlich in Deutschland verfügbar ist", so Hans Peter Weber, Gründer und Vorstand der Secupay AG.
"Wir finden es gut, dass Apple Pay endlich in Deutschland verfügbar ist", so Hans Peter Weber, Gründer und Vorstand der Secupay AG.
Foto: Secupay AG

Auch die Zahlungsplattform Adyen ermöglicht es Händlern in Deutschland ab sofort Apple Pay als Bezahlmethode bei Einkäufen Online, in Apps und im Ladengeschäft anzubieten. In Deutschland sind von Anfang an die Adyen-Kunden Flixbus, Foodora, Vapiano, Aldi, Lidl und Booking.com dabei, wie der Anbieter mitteilt.

"Nach unseren Daten profitieren Händler, die Apple Pay anbieten, von Authentifizierungsraten von über 95 Prozent und Kunden von integrierter Sicherheit durch Tokenisierung und biometrische Verifikation", sagt Alexa von Bismarck, Country Managerin von Adyen in Deutschland.
"Nach unseren Daten profitieren Händler, die Apple Pay anbieten, von Authentifizierungsraten von über 95 Prozent und Kunden von integrierter Sicherheit durch Tokenisierung und biometrische Verifikation", sagt Alexa von Bismarck, Country Managerin von Adyen in Deutschland.
Foto: Adyen

In Ländern wie den USA, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz bietet Adyen Apple Pay seit mehreren Jahren an. "Nach unseren Daten profitieren Händler, die Apple Pay anbieten, von Authentifizierungsraten von über 95 Prozent und Kunden von integrierter Sicherheit durch Tokenisierung und biometrische Verifikation", sagt Alexa von Bismarck, Country Managerin von Adyen, Deutschland.

Mirko Hüllemann, Gründer und Geschäftsführer von Heidelpay, sieht den Start von Apple Pay als wichtigen Schritt für die weitere Verbreitung von um Mobile Payment und die Digitalisierung am Point of Sale. "Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich das mobile Bezahlen am PoS dadurch durchsetzen wird. Für den Handel bedeutet es aber generell mehr Umsatz, da gerade jetzt vorm Weihnachtsgeschäft die Kunden nicht mehr so lang an den Kassen warten müssen und die Einkäufe schneller bezahlen können", so Hüllemann gegenüber ChannelPartner.

"Der Convenience-Faktor darf nicht unterschätzt werden", kommentiert Mirko Hüllemann, Gründer und Geschäftsführer von Heidelpay, zum Start von Apple Pay in Deuitschland.
"Der Convenience-Faktor darf nicht unterschätzt werden", kommentiert Mirko Hüllemann, Gründer und Geschäftsführer von Heidelpay, zum Start von Apple Pay in Deuitschland.
Foto: Heidelpay

Wirecard bietet Kunden seines Dienstes Boon ab dem Start von Apple Pay mit an. Nutzer können ihr Boon-Konto mit Mastercard oder Visa-Kreditkarten oder per Banküberweisung aufladen. Sie müssen daher keine Kreditkarte von einer Bank besitzen, die an Apple Pay teilnimmt.

"Der Launch von Apple Pay wird die Aufmerksamkeit für das Thema kontaktloses Bezahlen in Deutschland enorm steigern", glaubt auch Georg von Waldenfels, EVP Consumer Solutions bei Wirecard. "Nicht nur Technikaffine werden sich für Bezahl-Apps interessieren, sondern auch die breite Masse wird bald von den Vorteilen des mobilen Bezahlens überzeugt sein. Der Bezahlvorgang geht deutlich schneller und unkomplizierter", so von Waldenfels gegenüber ChannelPartner. "Diese Entwicklung bietet Händlern die Möglichkeit, optimale Einkaufserlebnisse über digitale und physische Kanäle zu bieten, um Kunden dort zu erreichen, wo sie den Kaufprozess abschließen wollen."

"Um im heiß umkämpften Markt zu bestehen, müssen Händler Zahlungsmöglichkeiten wie Apple Pay akzeptieren - oder sie riskieren, Kunden zu verlieren", warnt Georg von Waldenfels, EVP Consumer Solutions bei Wirecard.
"Um im heiß umkämpften Markt zu bestehen, müssen Händler Zahlungsmöglichkeiten wie Apple Pay akzeptieren - oder sie riskieren, Kunden zu verlieren", warnt Georg von Waldenfels, EVP Consumer Solutions bei Wirecard.
Foto: Wirecard

Gerade im Rahmen von Omnichannel-Strategien müsse das Bezahlen überall nutzerfreundlich funktionieren, egal, ob auf einer E-Commerce-Webseite, in einer mobilen App oder im stationären Geschäft. Einer aktuellen Studie von Wirecard zufolge sehen deutsche Verbraucher mobile Zahlungen als wichtigsten Technologietrend beim Einkaufen, um ihr Einkaufserlebnis zu verbessern.

"Um im heiß umkämpften Markt zu bestehen, müssen Händler Zahlungsmöglichkeiten wie Apple Pay akzeptieren - oder sie riskieren, Kunden zu verlieren. Daher unterstützen wir Händler bei der Umsetzung ihrer Verkaufsstrategien und treiben mit unserer digitalen Commerce-Plattform die Konvergenz der verschiedenen Kanäle aktiv voran", so der Wirecard-Manager.

"Händler sind nun gefordert, technologisch auf der Höhe zu bleiben - ganz konkret: sie brauchen moderne, NFC-fähige Terminals an ihren Kassen, da diese Technologie die Grundlage des Mobile Payment darstellt", so Panagiotis Karasavvoglou, Country Head Merchant Services Germany bei Worldline.
"Händler sind nun gefordert, technologisch auf der Höhe zu bleiben - ganz konkret: sie brauchen moderne, NFC-fähige Terminals an ihren Kassen, da diese Technologie die Grundlage des Mobile Payment darstellt", so Panagiotis Karasavvoglou, Country Head Merchant Services Germany bei Worldline.
Foto: SIX Payment Services

Seit 30. November 2018 gehört SIX Payment Services zu Worldline. Seitdem ist Panagiotis Karasavvoglou Country Head Merchant Services Germany bei Worldline. Zur Einführung von Apple Pay in Deutschland erklärt er auf Anfrage von ChannelPartner: "Die anderen großen Player haben sich bereits in Stellung gebracht. Nun ist Bezahlen mit dem Smartphone auch über iOS möglich, ein großes Potenzial, da in Deutschland immerhin jeder fünfte Handy-Nutzer ein Apple-Gerät besitzt. In den nächsten Jahren wird der Mobile-Payment-Markt auch in Deutschland an Dynamik gewinnen. Händler sind nun gefordert, technologisch auf der Höhe zu bleiben - ganz konkret: sie brauchen moderne, NFC-fähige Terminals an ihren Kassen, da diese Technologie die Grundlage des Mobile Payment darstellt."