Kritiker warnen

Web 2.0 in Unternehmen noch in den Kinderschuhen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Noch streiten sich Experten über die endgültige Definition von Web 2.0. In Unternehmen nimmt das Mitmach-Netz aber einen immer größeren Stellenwert ein. Laut einer aktuellen IDC-Studie sehen mittlerweile 50 Prozent der Firmen in der Region Asien/Pazifik Web 2.0 als Geschäftsmöglichkeit an. Nur noch acht Prozent betrachten die Entwicklung mit Sorge. Web-2.0-Systeme gehören zunehmend zu den täglichen Abläufen in Unternehmen dazu, meint der Geschäftsstrategie-Analyst Ross Dawson im AustralianIT.

Noch streiten sich Experten über die endgültige Definition von Web 2.0. In Unternehmen nimmt das Mitmach-Netz aber einen immer größeren Stellenwert ein. Laut einer aktuellen IDC-Studie sehen mittlerweile 50 Prozent der Firmen in der Region Asien/Pazifik Web 2.0 als Geschäftsmöglichkeit an. Nur noch acht Prozent betrachten die Entwicklung mit Sorge. Web-2.0-Systeme gehören zunehmend zu den täglichen Abläufen in Unternehmen dazu, meint der Geschäftsstrategie-Analyst Ross Dawson im AustralianIT.

"Auch in Deutschland gehören Web-2.0-Funktionen wie Corporate-Blogs bei großen Unternehmen zum guten Ton", erklärt Internet-Experte André Nowak, einer der Verantwortlichen der Berliner IDGV GmbH, auf Anfrage von pressetext. Allerdings lassen sich die Konzerne vor dem Startschuss für Blogs und Co. von Experten beraten, beschreibt Nowak den zögerlichen Umgang mit dem Mitmach-Netz. "Vor allem Unternehmen, die Websites betreiben, können auf Unterstützung bei der Einführung von Web 2.0 heutzutage nicht mehr verzichten."

Dabei handelt es sich vor allem um Blogs oder Wikis. Wenn es um komplexe Web-2.0-Systeme geht, sind Beispiele für den Firmeneinsatz schon schwerer zu finden. "Es ist schon ein wenig enttäuschend, dass es in diesem Bereich keine australischen Erfolgsgeschichten gibt", sagt IDC-Analyst Phillip Allen. Abgesehen vom Einsatz von Blogs oder Marketing-Experimenten in Second Life durch große Unternehmen fänden sich lediglich eine Reihe von Startup-Firmen, die kreative Web-2.0-Applikationen nutzten, so der Analyst.

Derweil kommt auch heftige Kritik am Web-2.0-Konzept. Speziell im Unternehmensbereich werde davon eindeutig zu viel erwartet, betont Andrew Keen, Autor der Polemik "The Cult of the Amateur". "Ich sehe kein einziges Unternehmen, dass mit Web-2.0-Prinzipien irgendetwas gewonnen hat", zitiert AustralianIT den Internetpionier der 90er Jahre. Die Unternehmen riskierten, ihre Ziele aus den Augen zu verlieren. Blogs und Co. bezeichnet Keen als "Zeitverschwendung". "Das primäre Ziel von Firmen sollte die Gewinnmaximierung sein." (pte/mf)

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