Bundesligarechte

Telekom baut Fernsehgeschäft "Entertain" aus

28.12.2011
Die Deutsche Telekom will ihr TV-Angebot Entertain erweitern. Um das neue Satellitenfernsehen Entertain Sat zu stärken, erwägen die Bonner, die Rechte für die Übertragung der Fußballbundesliga zu erwerben. Man werde sich die Möglichkeit, die Satellitenrechte zu kaufen, anschauen, sagte der für das Deutschland-Geschäft verantwortliche Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Es müsse sich jedoch rechnen, fügte der Manager hinzu.

Die Deutsche Telekom will ihr TV-Angebot Entertain erweitern. Um das neue Satellitenfernsehen Entertain Sat zu stärken, erwägen die Bonner, die Rechte für die Übertragung der Fußballbundesliga zu erwerben. Man werde sich die Möglichkeit, die Satellitenrechte zu kaufen, anschauen, sagte der für das Deutschland-Geschäft verantwortliche Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Es müsse sich jedoch rechnen, fügte der Manager hinzu.

Satellitenkunden können bislang keine Bundesliga empfangen, im Gegensatz zu den Entertain-Abonnenten, die ihr Fernsehsignal über den Internetanschluss beziehen - der Telekom fehlt bisher die Lizenz. Der Satellitenmarkt steht vor einem Umbruch, der für die Telekom lukrativ sein könnte: Ende April 2012 endet die Übertragung analoger Satellitenkanäle. Bis dahin müssen noch zwei Millionen Haushalte auf neue Geräte umsteigen. Die Bundesliga gilt in Deutschland als einer der wenigen Inhalte, für die Fernsehzuschauer bereit sind zu zahlen.

Mit dem Verkaufsstart des Entertain-Satellitenangebots im September ist der Konzern trotz fehlender Fußballrechte zufrieden. Man habe rund 115.000 Entertain-Sat-Pakete verkauft, sagte van Damme. "Das ist das Doppelte von dem, was wir erwartet haben."

Beim zweiten wichtigen Zukunftsgeschäft, dem Bau von Glasfaserleitungen, plant van Damme mit weniger Expansion. Das Niveau werde leicht über dem von 2011 liegen: In diesem Jahr hat die Telekom etwa 160.000 Haushalte in zehn Pilotstädten erschlossen. Ab 2012 wird das Unternehmen die Anschlüsse nur ausbauen, wenn in einem Ort oder einer Stadt 80 Prozent der Wohneigentümer dem Ausbau zustimmen und zehn Prozent einen Vorvertrag unterschreiben. Noch sei die Glasfasernachfrage gering. "Das bedeutet, dass wir noch gezielter auf einen wirtschaftlichen Ausbau achten. (dpa/bw)

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