Chip- und LCD-Produktion

Taiwan erwägt weitere Lockerung für China-Investitionen

01.10.2009
Taiwans Premierminister Wu Den-yih weist Zeitungsmeldungen zurück, denenzufolge die Regierung der Insel plant, die Bestimmungen für Chip- und LCD-Investitionen in China bis Ende 2009 zu lockern.

Taiwans Premierminister Wu Den-yih weist Zeitungsmeldungen zurück, denenzufolge die Regierung der Insel plant, die Bestimmungen für Chip- und LCD-Investitionen in China bis Ende 2009 zu lockern.

Auf Anfragen hat Wu Parlamentariern Ende September mitgeteilt, dass es keinen Zeitplan für eine Lockerung der bestehenden Verbote gebe, die Regierung in Taipei werde aber die China-Investment-Politik umfassend evaluieren, so die chinesischsprachige "Economic Daily News".

Für viele andere Bereiche der ITK-Industrie einschließlich der für Notebooks sind die Verbote, im befeindeten kommunistischen Bruderland Fabriken zu errichten längst gelockert oder aufgehoben worden. Fast 100 Prozent der Notebook-Industrie ist schon nach China verlagert worden.

Während Koreas LCD-Panel-Hersteller Samsung und LG Display schon Werke im Reich der Mitte planen oder bereits errichten, haben AU Optronics (Nummer drei bei großen Panels) und andere taiwanesische LCD-Produzenten solche Pläne bisher zurückgewiesen, auch wenn China für sie wegen der billigen Löhne nicht nur attraktiv, sondern sogar zwingend sein könnte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies zumal der chinesische Hersteller BOE mit seiner geplanten 8G-Fabrik im neuen Jahrzehnt zum mächtigen Rivalen werden könnte.

Taiwan erlaubt Chipherstellern nur 8-Zoll-Fabriken für 0,18-Mikron-Prozesse in China zu unterhalten. LCD-Panel-Hersteller dürfen auf der anderen Seite der Taiwanstraße nur LCD-Module fertigen.

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In den Zeitungsberichten heißt es, dass Chiphersteller in Kürze auch in 12-Zoll-Fabriken investieren dürfen, LCD-Panel-Hersteller in 6G- und 8G-Werken zur Produktion von großen TV- und Monitor-Panels. (kh)

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