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Cloud-Lösungen und -Infrastruktur für TK-Dienstleister

Alcatel-Lucent Enterprise kauft Sipwise

Peter Marwan ist Redakteur bei ChannelPartner.
Das Unternehmen aus Niederösterreich hat eigenen Angaben zufolge über 60 Kunden in 20 Ländern und bedient vier Millionen angeschlossene Benutzer. Sipwise soll auch künftig unter eigenem Namen auftreten, aber von der weltweiten Präsenz und den Vertriebspartnern von ALE profitieren.

Alcatel-Lucent Enterprise hat die Mehrheit an der Sipwise GmbH mit Sitz im österreichischen Brunn am Gebirge erworben. Das vor zehn Jahren gegründete und bislang privat geführte Unternehmen entwickelt und vertreibt Cloud-Kommunikationslösungen und -infrastruktur für Telekommunikationsdienstleister. Zu finanziellen Details der Übernahmen wurden keine Angaben gemacht. Sipwise soll aber auch künftig unter eigenem Namen am Markt auftreten.

Eigenen Angaben zufolge hat Sipwise über 60 Kunden in 20 Ländern und bedient 4 Millionen angeschlossene Benutzer. Von in Deutschland tätigen Unternehmen setzen etwa Unitymedia, die Deutsche Telekom, Netcologne, Datel Dessau und Netcom Kassel auf die Technologie aus Niederösterreich.

Mit der Mehrheitsbeteiligung an Sipwise baut Alcatel-Lucent Enterprise sein Angebot für UCaaS (Unified Communications & Collaboration as a Service) aus.
Mit der Mehrheitsbeteiligung an Sipwise baut Alcatel-Lucent Enterprise sein Angebot für UCaaS (Unified Communications & Collaboration as a Service) aus.
Foto: Sipwise

Mit dem Kauf von Sipwise erweitert Alcatel-Lucent Enterprise sein Portfolio um die Möglichkeit, Telekommunikationsanbietern, skalierbare Services auf Basis von Open-Source-Software und einer umfangreichen API-Bibliothek anzubieten. "Gerade Unternehmenskunden erwarten immer häufiger Kommunikations- und Kollaborationslösungen, die über mehrere Geräte und Netzwerke hinweg im Verbund funktionieren", erklärt Nicolas Brunel, Executive Vice President Communication and Business Division bei Alcatel-Lucent Enterprise. Diesem Wunsch könne man mit Sipwise nun entsprechen.

Alcatel-Lucent Enterprise bessert mit Sipwise insbesondere bei seinem Angebot für UCaaS (Unified Communications & Collaboration as a Service) nach. So wird die Rainbow genannte, cloudbasierte Plattform von ALE, durch Sipwise erheblich erweitert. Hinzu kommen etwa Technologien, die Konnektivität zwischen IP, TDM, PSTN und SIP/WebRTC ermöglichen.

Gruppenbild mit alten und neuen Investoren (von links): Jürgen Milde-Ennöckl (tecnet), Michel Ozanian (ALE), Doris Agneter (tecnet), Andreas Granig (Sipwise), Bernd Stangl (ALE), Werner Zahnt (Speedinvest), Daniel Tiefnig (Sipwise), Gernot Fuchs (Sipwise) und Atilla Ceylan (Sipwise).
Gruppenbild mit alten und neuen Investoren (von links): Jürgen Milde-Ennöckl (tecnet), Michel Ozanian (ALE), Doris Agneter (tecnet), Andreas Granig (Sipwise), Bernd Stangl (ALE), Werner Zahnt (Speedinvest), Daniel Tiefnig (Sipwise), Gernot Fuchs (Sipwise) und Atilla Ceylan (Sipwise).
Foto: tecnet

Besonders im Bereich Cloud-Kommunikation und WebRTC fühlt sich ALE für nun besser für den Wettbewerb gerüstet, wovon auch die Vertriebspartner profitieren sollen. Sipwise bekommt laut CEO Daniel Tiefnig im Gegenzug die Möglichkeit, seine "Enterprise Cloud Communication Services künftig auf einer wirklich globalen Ebene aufzubauen."

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Im Rahmen der Transaktion verkaufen die bisherigen Investoren Speedinvest und tecnet equity alle ihre Anteile an ALE. Sie hatten beide Ende 2011 im Rahmen einer Seed-Runde in das Start-up investiert. "Wir freuen uns sehr, dass unser frühes Vertrauen in das Unternehmen Sipwise nun Früchte trägt und das kompetente Team und deren eigenentwickelte Technologie nun die ALE-Gruppe verstärkt. Dies bestätigt unseren Weg als Deeptech Investor in Österreich", erklärt Doris Agneter, Geschäftsführerin des auf Technologieunternehmen in Niederösterreich ausgerichteten Investors tecnet equity.