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Mitarbeiter 50plus

Alte Besen kehren gut

26.09.2011
Den Jungen in vielem voraus - wie sich Best Agers auf dem Arbeitsmarkt positionieren sollten
Ältere Mitarbeiter können mit ihren Erfahrungen punkten.
Ältere Mitarbeiter können mit ihren Erfahrungen punkten.

Mit dem Alter gehen zwar Fähigkeiten verloren, die mit Schnelligkeit, Kraft oder Beweglichkeit zu tun haben. Doch das Älterwerden ist deshalb keineswegs nur ein Prozess des "Weniger-Werdens". Dank ihrer Lebens- und Arbeitserfahrung sind Best Agers den jüngeren Kollegen in puncto Entscheidungs- und Handlungskompetenz, in kommunikativen Fähigkeiten und bei der Beurteilung von komplexen Sachverhalten weit voraus - sofern sie in der Lage sind, diese Pluspunkte in Vorstellungsgesprächen zu positionieren.

Wer in Bewerbungsgesprächen jedoch durchblicken lässt, dass er "trotz seines Alters noch voll leistungsfähig sei", hat die Aussichten auf den Job bereits verspielt. Denn wer den Fehler begeht, den Fokus auf potenzielle Nachteile der eigenen Person zu lenken, hat mehr schlechte als rechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wer nicht von sich überzeugt ist, kann auch keinen anderen überzeugen.

"Problematischerweise ist vielen erfahrenen Arbeitnehmern nicht bewusst, welche Pluspunkte mit ihrem Lebensalter einhergehen", weiß Jörn Tschirne, ausgebildeter Business-Coach und Bewerbungsberater. Dabei gäbe es einiges zu erzählen, um sich von seiner besten Seite zu zeigen. Aus dem Blickwinkel von Arbeitgebern verfügen ältere Arbeitnehmer über bestechendes Erfahrungswissen, Disziplin, Zuverlässigkeit, soziale Kompetenz, Loyalität sowie Führungs- und Handlungskompetenz.

"Es besteht absolut keine Veranlassung, das eigene Alter zu vertuschen", davon ist Tschirne überzeugt. "Stattdessen muss man den Weg vom Defizit- zum Kompetenzmodell finden, den eigenen Mehrwert erkennen und lernen, sich positiv in Szene setzen", so der erfahrene Coach, der bereits gut 1.000 Bewerbern zum neuen Traumjob verholfen hat. Dennoch reicht es nicht aus, die diversen Pluspunkte in einer Bewerbung ohne entsprechende Belege aufzulisten. Wer von sich behauptet, besonders teamfähig zu sein, muss diesen Bonus durch entsprechende Aufgaben und Positionen beweisen können.

Unfreiwillige Zurückhaltung bei der Fähigkeit, sich passgenau zu verkaufen, sieht Tschirne übrigens bei Bewerbern aller Fachrichtungen: "Selbst Fach- und Führungskräfte mit ausgeprägtem Verhandlungsgeschick gelingt es zumeist nicht, ihre erbrachte Leistung in den Bewerbungsunterlagen und im Gespräch optimal zu präsentieren." Dass man "Erfahrung" hat, erscheint vielen Bewerbern zu banal um es zu erwähnen. Ein Fehler, denn Unternehmen wissen: Alte Besen kehren gut. (oe)

Weitere Informationen und Kontakt:

Jörn Tschirne, Business-Coach & Trainer, Silberburgstraße 187, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711 65835750, E-Mail: j.tschirne@coachacademy.de, Internet: www.joern-tschirne.de