5 Tipps

Arbeitsspeicher für Laptops – das müssen Sie wissen

Michael Schmelzle ist seit 1997 Hardware-Redakteur der PC-WELT. Daneben verantwortet der Diplom-Biologe und Buchautor Projekte wie die Höllenmaschine und die PC-WELT-PCs.
5 Tipps zum Arbeitsspeicher für Laptops: Welche Größe und Frequenz brauchen Sie wirklich und wie rüsten Sie ältere Notebooks nach.

Foto: solarseven - shutterstock.com

Tipp 1: Dual-Channel

Achten Sie grundsätzlich darauf, dass in ihrem Laptop zwei Speichermodule verbaut sind. Dadurch ist gewährleistet, dass das RAM im flotten Dual-Channel-Modus arbeitet - sprich auf zwei Speicherriegel parallel zugreifen kann. Allerdings ist bei vielen Einsteiger-Notebooks meist nur ein Speicherriegel verbaut oder im ungünstigsten Fall nur ein RAM-Steckplatz vorhanden - in diesem Fall können Sie den schnellen Dual-Channel-Modus gar nicht nutzen.

Tipp 2: Speichermenge

Bei Notebooks für den Office-Einsatz und einfache Multimedia-Aufgaben wie Bildbearbeiten reicht ein Laptop mit insgesamt 8 Gigabyte (2 x 4 GB) Arbeitsspeicher. Für Gaming-Laptops empfehlen wir 16 GB (2 x 8 GB), weniger ist heutzutage eigentlich nicht mehr sinnvoll. Für Gamer machen mehr als 16 GB aber meistens auch keinen Sinn. Machen Sie überwiegend Videoschnitt oder professionelle Bildbearbeitung, dann können auch 32 GB oder im Extremfall noch mehr hilfreich sein.

DDR4-Speicherriegel für Laptops
DDR4-Speicherriegel für Laptops
Foto: Crucial / Samsung

Tipp 3: Speichertempo

Je schneller die RAM-Geschwindigkeit, desto flüssiger laufen Programme. Laptops mit leistungsschwachen CPUs wie Intels Celeron oder Pentium sowie älteren AMD-CPUs bis zur Ryzen-3000er-Serie unterstützen meistens nur Speicherfrequenzen bis maximal 1866 MHz. Eine Ausnahme stellen er Ryzen 5 3500U sowie der Ryzen 7 3700U & 3750U dar, die bereits mit 2400 MHz laufen. Das gilt auch für die meisten Intel-CPUs der 10. Core-Generation.

Die Ryzen-4000-Baureihe arbeitet mit 2666 MHz. Die Ryzen-5000-Serie sowie die meisten Notebooks mit Intels 11. Core-Generation laufen mit 3200 MHz. Und die höchsten Speicherfrequenzen zwischen 3733 bis 4266 MHz fahren Notebooks mit dem Intel Core i7-1165G7.

Bei der 12. Core-Generation erlaubt Intel die Wahl zwischen DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher. Die Frequenzen bewegen sich zwischen 3200 und 3733 MHz (LPDDR4), 2400 bis 4800 MHz (DDR4), 3200 bis 4800 (DDR5) sowie 4800 bis 6400 MHz (LPDDR5).

Notebook-CPUs aus der Ryzen-7000-Familie sind entweder mit DDR4 (LPDDR4-4266) oder DDR5-Speicher (DDR5-5500) ausgestattet.

Und bei der aktuellen 13. Core-Serie von Intel sind es 4266 bis 5600 MHz - wahlweise als LPDDR4, LPDDR5 sowie DDR5.

Tipp 4: Speichertechnik

Weit verbreitet ist die Arbeitsspeicher-Technik ist DDR4 mit 8fachem Prefetch - das heißt jede Lesevorgang liest acht Datenbits pro Datenpin aus und gibt ihn in einen Datenburst der Länge 8 aus. In Laptops kommt der kompaktere Standard SO-DIMM mit 260 Signalkontakten zum Einsatz. Ab AMDs Ryzen-7000-Familie beziehungsweise Intels 12.Core-Generation kommt vermehrt auch DDR5-Speicher zum Einsatz, der mehr Tempo (16facher Prefetch) und in der LP-Version (Low Power) auch weniger Strom verbraucht.

Tipp 5: Speicher nachrüsten

Einen RAM-Riegel kann man schnell dazustecken oder austauschen, sofern die Speichermodule bei Ihrem Notebook nicht fest verlötet sind. Das kommt zum Glück nicht so oft vor. Ob sich der Speicher eines Geräts aufrüsten lässt, ist normalerweise im Datenblatt respektive der Produktbeschreibung beschrieben. Ansonsten steht das auch in jedem Testbericht.

(PC-Welt)

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