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Glück und Psychologie

Die Gemeinsamkeiten von Business und Poker

Andreas Franken schreibt als Experte zu den Themen Strategie, Marketing und Vertrieb. Der IT-Branche fühlt er sich seit Ende der 1980er Jahre verpflichtet. Analog seiner Überzeugung müssen Geschäftsmodelle permanent an sich ständig verändernde Rahmenbedingungen angepasst werden. Seine Unternehmensberatung Franken-Consulting unterstützt Unternehmen in puncto Wachstum und Effizienz. http://franken-consulting.blogspot.de/
Glück darf nicht die alleinige Basis für Erfolg im Geschäftsleben sein. Aber welche Zutaten garantieren den gewünschten Erfolg? Wodurch lassen sich Erfolg und Misserfolg im Business konkret erklären?
Auch im Geschäftsleben spielt Glück eine Rolle. Aber es ist, wenn überhaupt, nur schwer beeinflussbar.
Auch im Geschäftsleben spielt Glück eine Rolle. Aber es ist, wenn überhaupt, nur schwer beeinflussbar.

Von Andreas Franken, FRANKEN-CONSULTING

"Ein Glück, dass ich mein Glück nicht nur dem Glück zu verdanken habe." Diese Aussage könnte von einem erfolgreichen Unternehmer oder Manager stammen, der klug, hart und beharrlich für seinen Erfolg arbeitet. Von jemandem, der weiß, dass Glück nicht die alleinige Basis für Erfolg im Geschäftsleben sein kann. Aber welche Zutaten garantieren den von jedermann gewünschten Erfolg? Wodurch lassen sich Erfolg und Misserfolg im Business konkret erklären?

Die ideale Entstehung von Geschäftsmodellen

In der Theorie gibt es einen Idealweg, der bei der Kreation von Geschäftsmodellen eingehalten werden sollte:
1. Am Anfang, also vor der tatsächlichen Entstehung des Geschäftsmodells, steht die Inspiration, aus welcher die Geschäftsidee resultiert.
2. Dann folgt die Marktexploration zur Sammlung relevanter Daten über das Marktumfeld, Wettbewerber, Trends, etc., die im Zuge von Analysen zu untersuchen und zu bewerten sind, um Schlüsse zur Formulierung der zukünftigen Geschäftsstrategie zu ziehen.
3. Strategie und Taktik sind zu formulieren und es ist ein Business Case anzufertigen, der verschiedene Geschäftsverläufe (Normal, Best und Worst Case) detailliert beschreibt und berechnet.
4. Erst danach kann die ursprüngliche Geschäftsidee bewertet, final formuliert und zum konkreten Geschäftsmodell werden.

Die Praxis zeigt aber oft komplett andere Vorgehensweisen. Bei manchen reicht die Geschäftsidee verbunden mit einem "Das machen wir jetzt einfach mal" aus, um ein Geschäftsmodell oder ein spezielles Vorgehen in einem Unternehmen zu realisieren. Dieses Phänomen ist bei Einzelunternehmen ebenso anzutreffen wie in finanzstarken Konzernen. Ohne professionelle Konzeptionierung und Validierung werden in solchen Fällen Geld, Arbeitskraft und Zeit nach Gefühl investiert. Und wenn es nicht funktioniert heißt es schnell: "Da haben wir halt Pech gehabt."

Arbeiten Sie wie ein Pokerspieler

Dass dies mit Glück oder Pech wenig zu tun hat, ist mit folgender Analogie schnell erklärt. Betrachten wir Strategiespiele wie Poker oder Backgammon, so erschließt sich jedem Beobachter schnell, dass man nicht viel Zeit benötigt, um die jeweiligen Spielregeln zu erlernen. Aber dennoch beherrschen nur wenige Spieler die Komplexität des jeweiligen Spiels.

Die Spieltheorie von Poker oder Backgammon basiert auf dem Berechnen von Eintrittswahrscheinlichkeiten. Wird eine bestimmte Karte oder ein bestimmter Wurf benötigt, so können die prozentualen Chancen exakt ausgerechnet werden.

In Abhängigkeit von der jeweiligen Spielsituation existieren unterschiedliche Strategien und Taktiken, um bei einem Spiel den eigenen Gewinn entweder zu maximieren (wenn alles gut läuft und man Glück hat) oder die Verluste zu minimieren (wenn das Glück nicht auf der eigenen Seite weilt). Mittel- bis langfristig setzt sich aber stets das bessere Spiel durch, was durch unzählige Analysen belegt wurde.

Das Beispiel lehrt uns, dass ein gutes bis sehr gutes Spielverständnis sowie weitreichende strategische und taktische Fähigkeiten verbunden mit einer gewissen Portion Glück einen Spielgewinn deutlich wahrscheinlicher machen, als für jemanden ohne besondere Fähigkeiten, der sich nur auf sein Glück verlässt. Selbstverständlich kann ein "Hans im Glück" auch viele Spiele gewinnen, aber eben nicht dauerhaft. Diese Tatsache wird dadurch begünstigt, dass Glück für gewöhnlich nicht anhänglich ist, sondern stattdessen mal hier und mal dort weilt – demnach nicht nur beim Gegner, sondern auch bei einem selbst.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie u.a., welche Schlüsse man von Poker für das eigene Geschäftsmodell ziehen kann.