Beratung, Finanzierung und Schulungen

Distributoren unterstützen bei Signage-Projekten

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Auch Systemhäuser, die bei Digital Signage erst am Anfang stehen, können durchaus am Geschäft teilhaben. Distributoren mit Signage-Expertise helfen mit den entsprechenden Lösungen, Know-how und eigenen Spezialisten.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Systemhauskunden ihren bevorzugten IT-Dienstleister auch nach Digital-Signage-Lösungen fragen. Auch wenn der Reseller kein ausgesprochener AV-Spezialist ist, kann das eine oder andere Projekt trotzdem gestemmt werden. Distributoren stellen dazu vielfältigen Dienstleistungen bereit.

Für den Einstieg in des Digital-Signage-Geschäft eignen sich besonders kleine Projekte im SMB-Bereich.
Für den Einstieg in des Digital-Signage-Geschäft eignen sich besonders kleine Projekte im SMB-Bereich.
Foto: Dune suru - shutterstock.com

Für Christine Peters, Senior Manger bei Ingram Micro, liegen dabei die Chancen in einem schnell wachsenden Marktsegment: "Digital Signage ist ein stark pulsierender Markt. Dank neuer Trends und innovativen Lösungen wird dem Bereich ein zweistelliges Wachstum in den kommenden Jahren prognostiziert", weiß Peters. Die Ingram-Managerin sieht dabei hierzulande großen Nachholbedarf gegenüber anderen Ländern sowie mittelfristig einen "wesentlichen Auftrieb" durch das LED-Geschäft. "Die Partner und Systemhäuser, die noch keine oder wenig Expertise besitzen, können von unserer Erfahrung, unserem Netzwerk und unseren Schulungsangeboten profitieren", verspricht sie. Man unterstütze die Partner in allen Projektphasen, von der Planung über die Pilotierung bis zum Rollout.

Markus Hollerbaum, Geschäftsführer bei Siewert & Kau, sieht die Chance ebenfalls in der noch eher geringen Abdeckung: "Das Potenzial ist sehr hoch, da gerade in Deutschland noch sehr viel grüne Wiese vorhanden ist", meint er. Die Siewert & Kau-Partner seien es gewohnt, dass der Distributor mit ihnen zusammen die Endkunden kontaktiert. "Wir sind dabei aber zu hundert Prozent Channel-treu", versichert Hollerbaum. Er will so die Händler weiterentwickeln. "Das Systemhaus lernt bei jedem Projekt dazu und wächst so langsam, sicher und immer mit unserer Unterstützung in das Digital-Signage-Business hinein", erklärt er.

Chancen für Einsteiger bei kleinen Projekten

Bei Tech Data hat man mit Maverick eine Business Unit, die sich mit dem Thema beschäftigt. "Neben einem ausgereiften End-to-End Produktportfolio mit Displays, Medienplayern, Zubehör und Software sollte man vor allem breites Fachwissen inklusive Technical Sales vorweisen können, um dem Fachhändler beratend zur Seite zu stehen und ihn bei der Implementierung unterstützen zu können", erläutert Business Unit Manager Maverick AV Solutions, Christian List, die Anforderungen an den Distributor. Er hält es allerdings in dem sehr spezialisierten Digital-Signage-Markt für Systemhäuser mit geringer Expertise für "sehr schwierig", erfolgreich zu sein. "Möglichkeiten gibt es für solche Händler am ehesten in kleineren Projekten im SMB-Bereich", glaubt List. Zum Maverick-Portfolio zählt neben Produkten der führenden Signage-Anbieter auch komplette As-a-Service-Lösungen, sowie die Verknüpfung zu anderen Lösungsbereichen wie Sensorik, Analytics- und Cloud-Software. List nennt dies "Digital Signage 4.0".

Bei Ingram Micro wirft noch Finanzierungsmodelle und IT Asset Disposition (ITAD) mit Recycling, Wiederverwertung und zertifizierter Datenlöschung in die Waagschale. Bei Siewert & Kau richtet sich das Angebot ganz nach dem Bedarf und den Vorkenntnissen der Reseller und deren Kunden. "Wir können alles anbieten, von der einfachen Lieferung eines Displays, auch per Dropshipment, bis hin zum Komplettangebot aller benötigten Komponenten, Installation, Betrieb und Finanzierung", verspricht Geschäftsführer Hollerbaum. Dazu gehöre natürlich auch die Schulung der Partner und der Endkunden.

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