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Konnektivität in 37 Ländern

Equinix erweitert Cloud-Exchange-Plattform

Dr. Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Equinix expandiert weiter – mittlerweile ist der Rechenzentrumsbetreiber mit seiner Cloud-Exchange-Plattorm ECX Fabric in 37 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten.

Equinix Cloud Exchange Fabric (ECX) ist ein softwaredefinierter Interconnection-Dienst des Rechenzentrumsbetreibers. Über die ECX Fabric können Unternehmen und Service Provider die eigene Netzwerkinfrastruktur mit den Data-Center-Kapazitäten anderer Cloud-Anbieter einschließlich Google, AWS und Microsoft verbinden, um so ihren Kunden bessere Netzwerk-Performance anzubieten.

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Das ist insbesondere für Service Provider interessant, die auch Kunden außerhalb ihrer Heimatregion performant mit Netzwerkdienstleistungen bedienen wollen. Nachdem die ECX Fabric in 37 Ländern auf fünf Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika) vertreten ist, dürften die meisten Kundenanforderungen damit abgedeckt sein. Aktuell nutzen 1.400 Kunden weltweit Dienste aus der ECX Fabric. Und das sind beileibe nicht nur die global agierenden Konzerne, sondern auch zahlreiche Firmen aus dem oberen Mittelstand, die internationale Präsenzen unterhalten.

Insgesamt betreibt Equinix über 200 Rechenzentren, zehn davon in Deutschland.
Insgesamt betreibt Equinix über 200 Rechenzentren, zehn davon in Deutschland.
Foto: Ken Wolter - shutterstock.com

Die Bestellung dieser Services geht denkbar einfach vonstatten: Die Interessenten klicken sich die gewünschten Verbindungen in einem von Equinix bereitgestellten Self-Service-Portal zusammen. Diese via APIs bereitgestellten Konnektivitäten können Managed Service Providern als primäre Verbindung dienen, oder sie werden als Ergänzung zu bestehenden MPLS- oder Ethernet-basierten Netzwerken für Rechenzentrum-zu-Rechenzentrum-Verbindungen gebucht. Dann ist auch ein Datacenter-übergreifendes Backup möglich. Saisonale Traffic-Peaks können kosteneffizient ausgeglichen werden. Nötigenfalls verlagert der MSP den Datenverkehr mit geringer Priorität auf "untergeordnete" Verbindungen und stellt kurzfristig erhöhte Bandbreite für zeitkritische Datentransfers bereit.

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Dass derartige Länder- und sogar Kontinente-übergreifende Netzwerkverbindungen nötig sind, daran hegt Equinix keine Zweifel. Laut dem Global Interconnection Index, einer von Equinix veröffentlichten Marktstudie, wird die Kapazität für den Datenaustausch zwischen Unternehmen, Cloud-Anbietern und Netzwerkdienstleistern bis 2021 auf 8.200 Terabit pro Sekunde anwachsen. Dies entspricht laut Equinix einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 48 Prozent im Datenaustausch zwischen Unternehmen und Cloud-Anbietern in den kommenden fünf Jahren. Der "öffentliche Internetverkehr" wird im gleichen Zeitraum "nur" um 26 Prozent jährlich zulegen.

Europa liegt mit 48 Prozent jährlichen Wachstumsraten im "privaten B2B-Internet-Traffic" genau im globalen Wachstumstrend. Frankfurt verzeichnet dabei mit 58 Prozent die größte Wachstumsrate aller europäischen Ballungsräume und wird hinter London zum größten Interconnection-Hub in Europa.

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In Deutschland ist Equinix nur mit wenigen Mitarbeitern vertreten. Bis Ende 2019 soll die Vertriebsmannschaft aber auf 20 Personen aufgestockt werden, sagte Gudrun Schnell, Director Channel & Alliances DACH bei Equinix, im Gespräch mit ChannelPartner. Hierzulande arbeitet das Unternehmen mit zahlreichen Partnern zusammen: den großen Systemintegratoren, Netzwerkdienstleistern, mit Cloud-Anbietern, Managed Service Providern und Systemhäusern. Technologische Partnerschaften existieren zu Unternehmen wie HPE und Dell EMC. Das Partnerprogramm von Equinix unterscheidet zwischen Resellern, Referral-Partnern und den Plattform-Anbietern. Zu Letzteren zählen alle namhafte Hyperscaler. Insgesamt nennt Equinix über 200 Rechenzentren sein eigen, davon zehn in Deutschland - in Düsseldorf, Frankfurt am Main und in München.