PAC-Prognose

Erholung, aber auch Risiken für den IT-Markt

19.02.2010

Herausforderungen für IT-Anbieter

Um auf diese Investitionsthemen und -trends reagieren zu können, müssen IT-Anbieter ihre Aktivitäten an den Käufermarkt anpassen:

  1. Kundennähe: Da die Anwenderunternehmen die Zahl ihrer strategischen IT-Anbieter weiterhin verringern, sind für die Anbieter perfekte Kenntnisse der Kundenerwartungen entscheidend.

  2. Innovation: Mit zunehmender wirtschaftlicher Erholung erwarten die Kunden von den Software- und IT-Services-Anbietern Unterstützung in ihrer Positionierung, um von neuen Wachstumschancen profitieren zu können.

  3. Partnerschaften: Nur sehr wenige Anbieter können alles alleine schaffen. Eine facettenreiche Welt erfordert einen Unternehmensverbund mit Softwareherstellern, Technologieanbietern, Telekommunikationsunternehmen und Systemintegratoren - sowie in einigen Fällen Wirtschaftsexperten.

  4. Übernahmen: Im Jahr 2010 werden viele Anbieter ihre Fähigkeiten in bestimmten Technologien, Industrien und/oder lokalen Märkten durch gezielte Übernahmen erweitern.

  5. Industrialisierung: Hier kann man geradezu von Kostenbesessenheit sprechen. Anbieter müssen effizient liefern, schlanke Plattformen nutzen und von Methodiken und innovativen Modellen wie Clouds sowie globalen Standorten profitieren.

  6. Humankapital: 2009 unterbrach den weltweiten Kampf um Talente. Doch nun wird die einsetzende Erholung Engpässe in vielen Kompetenzbereichen ans Licht bringen. Damit die Arbeitskräfte die sich rasch verändernden Technologien bewältigen können, wird es unumgänglich sein, sie kontinuierlich zu schulen. Und um die besten Leute zu motivieren und zu behalten, werden große Anstrengungen erforderlich sein.

Erholung 2010?

Eine Erholung wird im Laufe des Jahres 2010 erwartet, wobei der genaue Zeitpunkt je nach Land unterschiedlich sein wird. Da es noch immer erhebliche Risiken im Bezug auf Arbeitslosigkeit, Kreditverknappung und daraus resultierende Konkursfälle gibt, sind genauere Prognosen verfrüht. Auf jeden Fall werden die durchschnittlichen Preise und Tagessätze unter denen von 2009 liegen und somit die Marktbelebung einschränken, auch wenn für die Umsatzvolumina eine Erholung im Laufe des Jahres 2010 erwartet wird. (CIO) (wl)

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