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Nahfunktechnik in Smartphones

FAQ – was ist was bei Bluetooth?

Dr. Harald Karcher ist freier Autor in München. Er testet mobile Geräte vom Handy bis zum Laptop und mobile Netze von WLAN bis zu LTE.
Bluetooth ist Standard bei Smartphones und vielen Tablets. Die Funktechnologie verbindet Headsets und Tastaturen, dient für die Freisprecheinrichtung im Fahrzeug und vieles mehr. Wie weit funkt Bluetooth eigentlich, welche Daten lassen sich übertragen, und was lässt sich noch alles damit machen? Lesen Sie alles Wissenswerte zu Bluetooth.

Die fünf Gründungsunternehmen der Bluetooth Special Interest Group (BT SIG), sprich Ericsson, IBM, Intel, Nokia und Toshiba, haben die Version 1.0 der Bluetooth-Spezifikation schon am 26. Juli 1999 verkündet. Damals erklärten sie: Mit Bluetooth, kurz BT, lassen sich "mobile PCs und Kommunikationsgeräte schnell und einfach drahtlos miteinander verbinden" und Daten bei "sehr hohen Übertragungsraten" über das Internet austauschen: Darüber hinaus könnten die Benutzer von Notebooks, Mobiltelefonen und Peripheriegeräten ihre Daten zu jedem Zeitpunkt "kinderleicht synchron halten".

Bluetooth wurde schon in Milliarden von Handys und Smartphones ab Werk verbaut. Je mehr Geschwindigkeit und Reichweite man per Funk erzielen will, desto mehr Energie muss man zuführen.
Bluetooth wurde schon in Milliarden von Handys und Smartphones ab Werk verbaut. Je mehr Geschwindigkeit und Reichweite man per Funk erzielen will, desto mehr Energie muss man zuführen.
Foto: Plantronics

Doch was verbirgt sich alles hinter Bluetooth, wie funktioniert es, was ist damit konkret alles möglich? Lesen Sie unsere FAQ:

Wie schnell funkt Bluetooth?

Die Version 1.0 von Bluetooth, kurz BT, definiert eine maximale Bruttodatenrate von insgesamt 732,2 Kbit/s. Dazu kommen bis zu drei Audioverbindungen gleichzeitig. Es gibt folgende Einsatzoptionen:

  • eine asymmetrische Datenverbindung von 732,2 Kbit/s, zum Beispiel mit 706,25 Kbit/s im Downlink und 57,6 Kbit/s im Uplink, oder:

  • eine symmetrische Datenverbindung mit 2x 433,9 Kbit/s in zwei entgegengesetzte Richtungen und:

  • bis zu drei synchrone und simultane Audiokanäle zu je 64 Kbit/s in jede Richtung.

Grund: Bluetooth will dem Anwender je nach Bedarf symmetrische und asymmetrische Verbindungen bieten und auch das Circuit Switching (leitungs-vermittelt) und das Packet Switching (paket-vermittelt) miteinander kombinieren. Dadurch soll Bluetooth optimale Konditionen für den Verkehr von Sprache und von Daten im gleichen System bieten. Denn Sprache überträgt man traditionell vorzugsweise über symmetrische und leitungsvermittelte Strecken. Beim Surfen dagegen wählte man bislang eher asymmetrische TCP/IP-Verbindungen mit viel Downstream und wenig Up-Stream. Schickt man Voice jedoch "over-IP", dann gelten diese alten Regeln nicht mehr. Bluetooth soll für die Sprachübertragung beide Möglichkeiten anbieten, Circuit Switching und Packet Switching. So viel zu den Grundlagen der Version 1.0.

Bluetooth Version 2+E.D.R. (Enhanced Data Rate) ist seit 2004 definiert: Damit schafft BT offiziell 2,1 Mbit/s brutto. Auch mit diesem Speed-Zuwachs ist Bluetooth erheblich langsamer als Wi-Fi-11abgn, erst recht Wi-Fi-11ac, das per 1.9.2014 in der Praxis bei 3x3-MIMO bis 1300 Mbit/s brutto liegt. BT 2.0 ist rein rechnerisch somit 600 Mal langsamer als WLAN-11ac. Die viel geringeren Bluetooth-Datenraten reichen aber für drahtlose Headsets, Lautsprecher, Fitness-Tracker, Tastaturen und Mäuse. BT will lieber Energie sparen, als mit High-Speed auftrumpfen, damit die Akkus von mobilen Geräten wie Handy, Laptop oder Tablet möglichst lange halten.

Bluetooth Version 4.0 hat unter anderem ein spezielles Low Energy Modul bekommen. Dadurch sollen BT-Geräte mit einer knopfgroßen Batterie jahrelang funkfähig bleiben.

Bluetooth Version 4.1, per 1.9.2014 die aktuellste Version, wird von der BT SIG unter anderem als "drahtlose Technologie für das Internet der Dinge" positioniert, weil sie in der Kernspezifikation schon kompatibel zu IPv6 sein soll. IPv6 will Milliarden von verschiedenen Geräten und "Dingen" eindeutig unterscheiden und adressieren können.