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Bitkom-Studie

Gute Wirtschaftslage bremst Digitalisierung aus

07.06.2018
Bei voller Auslastung und florierendem Geschäft fehlt es in vielen Unternehmen in Deutschland an Zeit und Geld für die Digitalisierung. Die Zukunft lässt sich aber nicht aufhalten, warnt der Branchenverband Bitkom.
Laut einer Bitkom-Studie kommt die Digitalisierung in deutschen Unternehmen nur langsam in die Gänge.
Laut einer Bitkom-Studie kommt die Digitalisierung in deutschen Unternehmen nur langsam in die Gänge.
Foto: PopTika - shutterstock.com

Wegen prall gefüllter Auftragsbücher kommen deutsche Unternehmen bei der Digitalisierung nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom derzeit nur langsam voran. In einer am Mittwoch vorgestellten repräsentativen Studie gaben demnach 32 Prozent der befragten Manager an, die größte Hürde sei fehlende Zeit im Alltagsgeschäft. "Das ist fast doppelt so viel wie vor einem Jahr", sagte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands. 2017 waren es 18 Prozent. Und 21 Prozent beklagen fehlende Mittel (2017: 14 Prozent). "Digitalisierung gibt es aber nicht zum Nulltarif",

"Niemand, der Verantwortung für ein Unternehmen trägt, darf ernsthaft sagen: Wir haben kein Geld und keine Zeit für die Zukunft", sagte Berg. Gerade im Mittelstand hätten viele Unternehmen derzeit volle Auftragsbücher und machen gute Geschäfte. "Das Geschäft von morgen ist aber ausschließlich digital." Dieses müsse in der wirtschaftlichen Hochkonjunktur vorbereitet werden.

Digitale Strategie von zentraler Bedeutung

Wichtig sei es jetzt für Unternehmen, eine Digitalstrategie zu entwickeln, Investitionen dafür zu bereitzustellen und Zukunftstechnologien einzusetzen. "Digitalisierung ist kein Naturereignis, sondern eine Gestaltungsaufgabe", sagte Berg.

Wie schnell sich die Verhältnisse in disruptiven Märkten verändern können, zeige etwa Tesla. Der US-Autobauer führe als Branchenneuling mit seinem Modell S den Markt für Luxusautos 2017 mit weitem Abstand an und lässt selbst die BMW 7er Reihe weit abgeschlagen hinter sich. Auch Apple habe mit seiner Apple Watch in kürzester Zeit die gesamte Schweizer Uhrenindustrie beim Absatz geschlagen. Die Geschwindigkeit sei dabei nicht zu unterschätzen: In der Robotik etwa habe sich zwischen 2016 und 2017 deutlich mehr getan als in zehn Jahren zuvor zwischen 2000 und 2010.

Nur ein Viertel der Unternehmen will in Digitalisierung investieren

Dabei planen laut Studie lediglich 23 Prozent der befragten Unternehmen, in diesem Jahr gezielt in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle zu investieren, bei kleinen Betrieben mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es sogar nur 19 Prozent. Vier von fünf Unternehmen haben inzwischen eine konkrete Strategie für die Digitalisierung ihrer gesamten Prozesse oder zumindest in einzelnen Unternehmensbereichen. Vor allem der Mittelstand sehe sich allerdings überwiegend als Nachzügler bei der Digitalisierung.

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Grundsätzlich gibt es demnach aber eine große Offenheit in den Betrieben gegenüber der Digitalisierung. 89 Prozent der befragten Manager sehen sie als Chance, lediglich acht Prozent nehmen sie überwiegend als Risiko wahr. (dpa/mz)

 

thomas.zimmerer@outlook.com

Bei voller Auslastung besteht immer die Gefahr, die Zukunftsprojekte zu verschieben. Hauptproblem ist jedoch, dass für digitale Innovationen neue Vorgehensweisen und Organisationsformen notwendig sind, die im Gegensatz zu den Entwicklungsabteilungen noch nicht eingerichtet sind. Ein positiver Trend ist zu sehen, wenn gleich dieser viel zu langsam und zu gering ist.

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