Häufige Kurzerkrankungen rechtfertigen Kündigung

07.04.2006
Wer immer nur kurz, dafür aber häufig krank ist, muss um seinen Job bangen.

Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein hat in einer aktuellen Entscheidung eine Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen dann für rechtens erachtet, wenn häufige Kurzerkrankungen auf eine besondere Krankheitsanfälligkeit schließen lassen. Eine Arbeitnehmerin hatte über mehrere Jahre hinweg Fehlzeiten von rund jeweils einem Quartal pro Jahr. Die Entgeltfortzahlungskosten beliefen sich auf ca. 21.500 Euro.

Nach Auffassung der Richter sei es dem Arbeitgeber nicht mehr zumutbar, die Mitarbeiterin weiter zu beschäftigen. Es konnte seitens der Mitarbeiterin nicht dargestellt werden, dass zukünftig mit einer positiven Krankheits- oder besseren Gesundheitsentwicklung zu rechnen ist. Insoweit muss der Arbeitgeber von weiterer Krankheitsanfälligkeit ausgehen. Dies rechtfertigt dann eine Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen (Az. 3 Sa 320/05). (tf/mf)

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