Standort Kassel soll bestehen bleiben

Internet Security Systems schluckt Cobion



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Der deutsche Web-Content-Spezialist Cobion wird vom amerikanischen Appliance-Hersteller Internet Security Systems (ISS) übernommen. Der Kaufpreis beträgt 26 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2004 will ISS dann die Content-Security-Appliance "Proventia C" auf Basis der Cobion-Technik auf den Markt bringen

Der deutsche Web-Content-Spezialist Cobion wird vom amerikanischen Appliance-Hersteller Internet Security Systems (ISS) übernommen. Der Kaufpreis beträgt 26 Millionen Euro. "Es sind bei Cobion weder Entlassungen noch ein Umzug geplant, auch der Standort Kassel bleibt bestehen", erläutert Marina Klubescheidt, Head of Corporate Communications bei dem Unternehmen. Im Detail stehe jedoch vieles noch nicht fest.

Im zweiten Quartal 2004 will ISS die Content-Security-Appliance "Proventia C" auf Basis der Cobion-Technik auf den Markt bringen. Etwa zum gleichen Zeitpunkt soll auch eine neue Version der "Proventia M" - um Content-Sicherheit- und Anti-Spam-Funktionen ergänzt - erhältlich sein.

Beim Management zeichnen sich bereits die ersten Veränderungen ab. CFO Friedrich von Diest werde sich in den nächsten Wochen neu orientieren. Was mit CEO Jörg Lambrecht geschieht, sei noch unklar. Auf jeden Fall bleiben würden die technischen Stützen des Unternehmens: CTO René Seeber und Carsten Werner, Chief Scientist, sowie Olaf Jacobi, der für den Vertrieb verantwortlich zeichnet.

Derzeit beschäftigt Cobion 72 Mitarbeiter. Die Niederlassungen in UK und den USA bleiben nach Angaben von Klubescheidt bestehen. Aber auch hier seien noch keine langfristigen Aussagen möglich. Das Team in Kassel bereitet sich gerade auf eine große Party mit dem ISS-Management aus Atlanta am Freitagabend vor. Man kann nur hoffen, dass den Mitarbeitern die Lust zum Feiern nicht vergangen ist. (afi)

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