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VoIP / NGN

IP-Telefonanschluss - das sind die Vor- und Nachteile

18.10.2017
Von Daniel Behrens

Nachteile von IP-Telefonie

Wo viel Licht ist, gibt es normalerweise auch Schatten – so auch beim Thema „IP-Telefonie“. Die Gesprächsqualität kann zwar deutlich besser sein als bei herkömmlichen Telefonanschlüssen, sie kann aber auch schwanken oder sogar zu Aussetzern führen. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Zum Beispiel könnte der Router Schuld sein, weil er VoIP-Daten nicht priorisiert und deswegen für diese bei paralleler, intensiver Internet-Nutzung zu wenig Bandbreite zur Verfügung steht. Ein weiterer Grund könnte sein, dass Sie IP-Telefonie übers Smartphone nutzen, aber die WLAN- oder Mobilfunkverbindung zu schwach ist. Oder aber Ihre DSL-Leitung ist instabil. Das ist daran zu erkennen, dass das - normalerweise im Router integrierte - DSL-Modem sich mehrmals am Tag neu synchronisiert. In diesem Fall sollten Sie sich an Ihren DSL-Anbieter wenden, damit er die Störung beseitigt.

Herkömmliche Telefonanschlüsse sind gegenüber Störeinflüssen wesentlich unempfindlicher: diese machen sich höchstens durch ein kurzes Knacken bemerkbar, führen aber normalerweise nicht zu Aussetzern oder Gesprächsabbrüchen.

Bei IP-Telefonie werden die Gesprächsdaten zum Teil komprimiert und auf Sprechfrequenzen hin optimiert. Das kann zu Problemen mit ans Telefonnetz angeschlossenen Geräten führen, die auf eine möglichst bitgenaue Übertragung beziehungsweise Störsicherheit oder auf spezielle ISDN-Funktionen angewiesen sind. Beispiele hierfür sind Hausnotruf-Geräte, Alarmanlagen, EC-/Kreditkarten-Terminals und zum Teil auch Faxgeräte. Daher gilt es, sich vor dem Wechsel zu VoIP beim Telefonanbieter und beim Geräte-Hersteller zu informieren. Reine Sprachanschlüsse ohne DSL will die Telekom aber wie bereits erwähnt so umstellen, dass sie aus Kundensicht auch weiterhin wie ein herkömmlicher analoger oder ISDN-Anschluss funktionieren.

Ein weiterer Punkt ist die Ausfallsicherheit: Ein kabelgebundenes, analoges Telefon funktioniert auch bei einem Stromausfall, da die Vermittlungsstellen mit Notstromaggregaten ausgestattet sind. IP-Telefonie scheitert bei einem Blackout daran, dass der Router bei Ihnen zu Hause keinen „Saft“ mehr bekommt. Hier schafft ein eine Pufferbatterie (USV) Abhilfe.

In die Rubrik „gewöhnungsbedürftig“ fällt der Punkt, dass es nach dem Wählen einige Sekunden dauert, bis das Freizeichen ertönt. Das liegt daran, dass bei Rufaufbau per VoIP die Telefonnummer in einem Stück an den Telefonie-Server übergeben werden muss und nicht Ziffer für Ziffer. Daher wartet Ihr VoIP-Router oder -Gerät nach jeder Zifferneingabe ein paar Sekunden, ob noch eine weitere folgt. Sie können die Wartezeit verkürzen, indem Sie nach der letzten Ziffer die Raute-Taste (#) auf Ihrem Telefon drücken.

Insgesamt kann man sagen, dass die Qualität und Stabilität von IP-Telefonie in den letzten Jahren deutlich zugelegt hat, aber noch nicht ganz auf dem Niveau von analogen oder gar ISDN-Anschlüssen angekommen ist.

Die Telekom freut sich über jeden Kunden, der freiwillig auf einen IP-basierte Telefon-Anschluss wechselt.
Die Telekom freut sich über jeden Kunden, der freiwillig auf einen IP-basierte Telefon-Anschluss wechselt.

Wenn Sie noch einen herkömmlichen Telefonanschluss haben und nicht warten wollen, bis Ihr Provider Sie zwangsweise auf IP-Telefonie umstellt, wenden Sie sich an dessen Hotline. In der Regel wird man Ihnen dort gerne einen Wechsel anbieten. Denn je mehr Kunden frühzeitig und vor allem freiwillig wechseln, desto besser ist es für ihn. Telekom-Kunden, die bis Mitte / Ende 2017 noch nicht von sich aus einen Tarifwechsel vorgenommen haben, werden spätestens dann von der Telekom mit entsprechenden Angeboten kontaktiert werden. (PC-Welt)