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IFA

Trotz Robotern und Apps

IFA 2017: Kein Ende der Hausarbeit in Sicht

01.09.2017
Putzen, Kochen, Waschen - die Pflichtaufgaben im Haushalt löst bei vielen Menschen Stress aus. Roboter, Sprachsteuerung und Vernetzung sollen es leichter machen. Die Industrie hofft, das große Versprechen bald einzulösen.
Saugroboter übernehmen das Staubsaugen und Wischen. Die Sprachsteuerung erspart manchem sogar das Bücken zum Knopfdruck.
Saugroboter übernehmen das Staubsaugen und Wischen. Die Sprachsteuerung erspart manchem sogar das Bücken zum Knopfdruck.
Foto: photopixel - shutterstock.com

"Das bisschen Haushalt kann so schlimm nicht sein", singt Johanna von Koczian. "Das bisschen Haushalt macht sich von allein - sagt mein Mann." Das war vor vier Jahrzehnten und es war natürlich ironisch gemeint. Heute redet nicht der Ehepartner die Mühen des Alltags klein, sondern die Hausgerätebranche - und sie meint es ernst. Mit Robotern, Sprachsteuerung und Apps soll die Hausarbeit leichter von der Hand gehen. Das ist vor der Elektronikmesse IFA allerorten zu hören, die an diesem Freitag für Besucher öffnet.

Nach dem Stromsparen ist Bedienkomfort das nächste große Versprechen. Es soll die Käufer in die Elektronikmärkte locken. Denn ohne eine neue Story lassen sich Umsätze im satten deutschen Markt kaum noch steigern. Und diese Story lautet, wie etwa bei Electrolux: "Wir lieben es, ihren Alltag zu erleichtern."

Intelligente Saugroboter

Rund und dunkel surrt der Scout RX2 wie von Geisterhand durch den Raum. Er hat Kameras, Sensoren, lässt sich mit dem Handy einschalten und ist - ein Staubsauger von Miele. Einfache Hausgeräte stecken heute voller hoch entwickelter Technik. Roboter übernehmen das Staubsaugen und Wischen, Sprachsteuerung erspart manchem sogar das Bücken zum Knopfdruck.

Um zwei Prozent legte der Umsatz mit Hausgeräten im ersten Halbjahr noch zu, nach Zahlen des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie. Das Plus fiel damit spürbar kleiner aus als im Vorjahreszeitraum.

Neue Wohnungen brauchen neue Geräte

Die Branche gibt sich dennoch optimistisch, verweist auf die gute Konjunktur und den Wohnungsbau. Denn jede neue Wohnung braucht auch Herd, Kühlschrank und Kaffeemaschine. "Die ökonomischen Voraussetzung sind nicht schlecht", sagt Reinhard Zinkann, der Sprecher der deutschen Hausgeräteindustrie.

Hoffnungsträger sind vernetzbare Geräte. Europaweit verkauften sich im ersten Halbjahr laut GfK-Marktforschung Saugroboter gut, die sich per App steuern lassen. In Deutschland ziehen demnach - auf niedrigem Niveau - auch vernetzbare Kaffeeautomaten im Verkauf an. Zinkann betont: "Die Nachfrage nach höherwertigen Geräten steigt."

Hausgeräte als Statussymbole

In einer Zeit, in der mancher seine neue Küche auf Facebook zur Schau stellt, sind Hausgeräte auch Luxusobjekte und Statussymbole. Wer 2000 Euro für eine Kaffeemaschine ausgibt, will genießen - und nicht den Kaffee hastig runterspülen, weil der Staubsauger wartet. Hausarbeit ist im Alltag der Deutschen die zweitgrößte Stressquelle nach Papierkram, jedenfalls nach einer Siemens-Umfrage.

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