Microsoft-Öffnung

"Mehr Charmeoffensive als Strategiewechsel"

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich PCs und Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Notebooks, PCs, Smartphones, Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Microsoft will bisher gut gehütete Daten zu wichtigen Softwareprodukten verstärkt offen legen, um diese für Partner und Wettbewerber zugänglich zu machen. Dies kündigte das Unternehmen gestern, Donnerstagabend, an. Vor allem Open-Source-Entwickler sollen von der geänderten Strategie Microsofts profitieren. Sie können in Zukunft offen gelegte Schnittstelleninformationen und Kommunikationsprotokolle kostenlos für die Entwicklung und nicht-kommerzielle Verbreitung nutzen, ohne Klagen des Softwareriesens befürchten zu müssen. Analysten zeigen sich hinsichtlich der neuen Öffnung des Unternehmens skeptisch und vermuten, dass das Unternehmen vor allem diversen Wettbewerbsverfahren entgegensteuern möchte.

Microsoft will bisher gut gehütete Daten zu wichtigen Softwareprodukten verstärkt offen legen, um diese für Partner und Wettbewerber zugänglich zu machen. Dies kündigte das Unternehmen gestern, Donnerstagabend, an. Vor allem Open-Source-Entwickler sollen von der geänderten Strategie Microsofts profitieren. Sie können in Zukunft offen gelegte Schnittstelleninformationen und Kommunikationsprotokolle kostenlos für die Entwicklung und nicht-kommerzielle Verbreitung nutzen, ohne Klagen des Softwareriesens befürchten zu müssen. Analysten zeigen sich hinsichtlich der neuen Öffnung des Unternehmens skeptisch und vermuten, dass das Unternehmen vor allem diversen Wettbewerbsverfahren entgegensteuern möchte.

"Die Ankündigungen Microsofts sind eher vor dem Hintergrund zu bewerten, dass Regulierungsbehörden immer wieder die Monopolstellung des Unternehmens kritisiert haben", sagt RZB-Analyst Leopold Salcher. Auch Erste-Bank-Analyst Ronald Stöferle sieht in Microsofts Bekanntmachung eher ein Zugeständnisse an die EU-Kommission. "Hinter den Ankündigungen ist eher eine Charmeoffensive und weniger ein wirklicher Strategiewechsel zu sehen", so Stöferle. Auch bei Open-Source-Entwicklern sei eher mit geringem Interesse an den offen gelegten Daten zu rechne

.So erklärte etwa der Open-Source-Anbieter Red Hat in einer ersten Stellungnahme, man betrachte die Ankündigungen mit einer "gesunden Portion Skepsis". Schon vorher hätte man ähnliche Bekanntmachungen gehört. Microsoft könne zudem versuchen, eigene Formate und Protokolle zu einem Industriestandard zu machen, wodurch die Macht des Unternehmens wiederum gestärkt werden könnte, zitiert die Financial Times Deutschland Analyst Roger Kay vom Marktforschungsinstitut Endpoint Technologies.

Weitere Stimmen zur Microsofts neuer Strategie lesen Sie bitte hier.

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