Personalabbau geplant

Michael Lang wird Chef von Lexmark Deutschland

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Druckerhersteller Lexmark hat mit Michael Lang einen neuen Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Wechsel an der DACH-Spitze ist Teil von Umstrukturierungen, die auch einen Personalabbau in der Region zur Folge haben wird.

Lexmark hat sich in der DACH-Region neu aufgestellt: Nachdem Lexmark-Urgestein Hartmut Rottstedt nach fast 30 Jahren den Druckerhersteller verlassen hat (ChannelPartner berichtete), wurde nun der Chefposten für Deutschland, Österreich und die Schweiz neu besetzt.

Michael Lang ist bei Lexmark neuer Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz und tritt damit die Nachfolge von Hartmut Rottstedt an, der das Unternehmen verlassen hat.
Michael Lang ist bei Lexmark neuer Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz und tritt damit die Nachfolge von Hartmut Rottstedt an, der das Unternehmen verlassen hat.
Foto: Lexmark

Lexmark hatte Mitte Novemeber 2020 zunächst nur auf Nachfrage bestätigt, dass Rottstedt das Unternehmen verlassen hat. In einem Statement war zunächst die Rede davon, dass Thomas Valjak, der seit dem 1. Mai 2019 als Vice President Channel EMEA für Lexmark tätig ist, ab dem 1. Dezember 2020 die Führung von Lexmark in der DACH-Region übernehmen werde. Nun stellt sich die Situation etwas anders dar.

Michael Lang, bisher Channel Sales Director DACH, wird als Geschäftsführer die Nachfolge von Rottstedt antreten. Lang ist bereits seit 22 Jahren bei Lexmark. 1998 begann er als Key Account Manager dort seine Karriere.

Valjak wird Vice President Sales DACH

Für die Gesamtstrategie in der DACH-Region soll nun hingegen Valjak als Vice President Sales DACH verantwortlich sein. Er wird in seiner neuen Position die Strategie für die drei Bereiche Distribution und GO Line, National Account Sales sowie das Großkundengeschäft in der DACH-Region vorgeben. "Sowohl Thomas Valjak als auch Michael Lang haben sich in ihren bisherigen Channel-Positionen und als Führungsduo bewährt. Mit ihrer jeweiligen beeindruckenden Erfolgsbilanz und über 25-jährigen Branchenerfahrung sind sie die richtigen Kandidaten, um Lexmark DACH weiterzuentwickeln und den weiteren Geschäftserfolg zu sichern", meint dazu Melanie Hudson, Vice President & General Manager, EMEA, bei Lexmark. Mit der Neuausrichtung werde man die Agilität und Flexibilität erhöhen und so eine noch bessere Betreuung der Kunden und Partner gewährleisten.

Im Großkundensegment soll dabei besonderes strategisches Augenmerk auf dem MPS- und as-a-Service-Geschäft liegen, das weiter stark an Bedeutung gewinnt. Hier haben die Lexmark-Strategen steigendes Interesse der Kunden ausgemacht, möglichst viel Infrastruktur als Service einzukaufen oder outzusourcen. Michael Lang wird die Bereiche Mittelstand, Öffentliche Auftraggeber sowie Finanzkunden führen und soll sicherstellen, dass Synergien zwischen diesen wichtigen Bereichen optimal erschlossen werden.

BSD und öffentliche Hand wird zusammengelegt

Mit dem Kanal der Business Solution Dealer (BSD) unterhält Lexmark ein Partnernetzwerk, dass ein ausgewähltes BSD-Portfolio vertreiben kann. Dieser Kanal soll nun mit der Betreuung von Endkunden der öffentlichen Hand zusammengeführt werden. Bei Lexmark erhofft man sich dabei, die Kunden aus öffentlichen Einrichtungen flächendeckender zu erreichen und zu betreuen. Zudem wird Lang sowohl die Sparkassen und Volksbanken als auch andere nationale Finanzdienstleister mit einem ausgewählten Team betreuen und ausbauen. Dabei sollen ebenfalls Erfahrungen aus dem BSD-Bereich gewinnbringend eingebracht werden.

In dieser neuen Struktur könnten bisherige Positionen auch wegfallen. Lexmark spricht von einer "verschlankten Vertriebsorganisation". Ob dies zu einem Personalabbau im Vertrieb führen wird, dazu hat sich Lexmark allerdings noch nicht geäußert.

Update: Auf ChannelPartner-Anfrage teilt Lexmark nun mit, dass man die Belegschaft auch in der DACH-Region reduzieren werde. "Ziel ist es, unser Geschäft den Corona-bedingten Strukturveränderungen im Markt anzupassen und Lexmarks langfristigen Geschäftserfolg sicherzustellen", heißt es in dem Statement. Man könne allerdings "zum gegenwärtigen Zeitpunkt" keine nähren Angaben zum Umfang der Maßnahmen machen.