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Mac Pro mit ARM?

Neue Plattform vielleicht schon 2019

Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Frühe Tests mit dem Mojave-Nachfolger macOS 10.15 deuten auf entscheidende Neuerungen für Macs hin.
Versionen mit 14 und 18 Kernen des iMac Pro kommen im Januar 2018 auf den Markt
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Foto: Apple

Der Newsdienst Mactechnews, der von Synium Software betrieben wird, hat offenbar gute Kontakte zu Entwicklern. Diese haben dem Magazin nämlich schon im April über ungewöhnliche Aktivitäten bei Apple berichtet: Der Nachfolger des noch gar nicht erschienenen Systems Mojave werde bereits intensiv getestet! Ein früher Testbeginn für kommende Systeme ist eigentlich nicht ungewöhnlich, eine Praxiserprobung schon anderthalb Jahre vor Markteinführung dagegen schon. Offensichtlich plant hier Apple Neuerungen, die ungewöhnlich intensive Praxis-Tests erforderlich machen.

Ebenfalls ungewöhnlich: Auch eine bestimmte Version von Mojave soll bereits im Test sein, und zwar überraschenderweise die Version 10.14.4. Builds von 10.14.2 und 10.13.4 wären dagegen noch gar nicht im Umlauf. Erscheinen sollte diese Version eigentlich erst im Frühjahr 2019, offensichtlich beinhaltet sie dann aber bereits wichtige Neuerungen, die intensiv getestet werden müssen und mit 10.15 eingeführt werden. Zur WWDC 2019 vermutet der Autor des Artikels Benjamin Günther deshalb die Ankündigung eines wichtigen Plattformwechsels – und außerdem die schon oft spekulierte Einführung eines Macs mit ARM-CPU. Dafür spräche auch, dass Apple die Grafikschnittstellen OpenGL und OpenCL ebenso ablösen will wie 32-Bit-Apps. Dies würde Probleme beim Wechsel zur ARM-Architektur lösen, da die von Apples A-CPUs genutzte PowerVR-Architektur weder OpenCL noch OpenGL gut unterstützen.

Als ersten Mac mit ARM-CPU könnte Apple auf den für 2019 angekündigten Mac Pro setzen um an diesem Modelle gleich die Leistung der ARM-Architektur zu zeigen.

Unsere Meinung: Die These klingt überzeugend, mit 10.15 plant Apple offensichtlich einige wichtige Neuerungen – und nicht nur einen neuen Finder. Dass 10.14 eher ein Zwischenupdate wird, war bereits in Folge eines berühmt-berüchtigten Meetings durchgesickert. Unterstützung für die ARM-Architektur klingt dabei keineswegs unwahrscheinlich, es gab erst im April neue Gerüchte über diesen Wechsel mit dem Namen „Kalamata“. Zweifel haben wir allerdings daran, dass Apple für seinen ersten ARM-Mac einen Mac Pro wählen wird. Erste Server mit ARM-CPUs zeigten zwar hohe Leistung, der Verzicht auf X86-Kompatibilität würde aber Probleme mit zahllosen Profi-Anwendungen auslösen. Die Stärke der ARM-Architektur liegt traditionell eher im Mobilbereich und bei auf diese Plattform optimierten Anwendungen, weshalb sich nach unserer Meinung eher ein Macbook anbieten würde. (Macwelt)