Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Windows Lite

Neue Windows-10-Variante in der Entwicklung

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Mit Windows Lite arbeitet Microsoft an einer neuen Windows-10-Variante, die Chrome OS von Google Konkurrenz machen soll.
Windows Lite soll Chrome OS von Google Konkurrenz machen.
Windows Lite soll Chrome OS von Google Konkurrenz machen.

Bereits im Januar 2018 berichteten wir darüber, dass Microsoft an Windows Core OS arbeitet, einem wirklich modularem Windows-10-Betriebssystem, welches für die Geräteklasse, auf der es eingesetzt werden soll, angepasst werden kann. Die Website Petri berichtet nun, dass es neue Hinweise auf Windows Core OS gibt. Demnach soll die neue Variante von Windows 10 den simplen Namen "Lite" tragen. Microsoft selbst bezeichnet es also (noch nicht) als "Windows Lite", sondern einfach nur "Lite".

Laut den Informationen in kürzlich veröffentlichten Vorabversionen, soll Lite Microsofts Antwort auf die immer erfolgreicheren Chromebooks mit ChromeOS sein. Es soll also auf günstigen, mobilen Rechnern zum Einsatz kommen, dort aber alle Funktionen anbieten, die man von einem modernen Betriebssystem erwartet und dies bei einer möglichst hohen Akkulaufzeit. Zudem handelt es sich um "Always Conected"-Geräte, also Geräte, die ständig mit dem Internet verbunden sind, selbst wenn sie nicht benutzt werden. Auch in diesem Status muss das Gerät möglich wenig Energie verbrauchen.

Ähnlich wie bei Windows 10 S, werden bei Lite auch nur UWP-Anwendungen lauffähig sein, also keine klassischen Win32-Anwendungen. Nur die mitgelieferten und aus dem Microsoft Store erhältlichen UWP-Anwendungen sind lauffähig.

Nach dem Scheitern von Windows RT und Windows 10 S stellt sich natürlich die Frage, wie Microsoft mit einem neuen Versuch endlich erfolgreich sein will. Fakt ist: Die Nachfrage an Geräten, die oben genannte Anforderungen erfüllen, ist enorm. Laut dem Bericht von Petri habe Microsoft erkannt, dass eine abgespeckte Version von Windows 10 nicht den Begriff "Windows" im Namen enthalten dürfe, weil dies zu Erwartungen bei Verbrauchern führe, die nicht erfüllt werden können. Wer "Windows" hört, will sich nicht mit Einschränkungen abfinden. Mit einer Windows-10-Variante, die nur den Namen "Lite" trägt, könnte ein neuer, frische Versuch gestartet werden.

Lesen Sie auch: Firefox vs. Chrome im Test

Wie der Zufall es will, wird Qualcomm in Kürze neue Snapdragon-Prozessoren vorstellen, auf denen Windows besser läuft als noch auf dem Snapdragon 835. Bisher schafften es nur wenige Geräte mit einem Snapdragon-835-Prozessor und einer Windows-10-Version für ARM auf den Markt. Der neue Snapdragon und die "Lite"-Variante von Windows 10 könnten hier für einen neuen Aufschwung sorgen. Außerdem will Microsoft in seiner Surface-Reihe gleich zwei Geräte anbieten, auf den Lite läuft und über die bereits seit geraumer Zeit spekuliert wird: Surface Andromeda und Surface Centaurus. Spannend bleibt da noch die Frage, ob auch andere Hersteller auf den Zug aufspringen werden. Der Erfolg von Lite wird schließlich von der Verfügbarkeit und Attraktivität der Geräte abhängen. (PC-WELT)