Neue Plattform

OwnCloud veröffentlicht Tech Preview von Infinite Scale



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Von Infinite Scale verspricht sich OwnCloud sehr viel: Die neue Plattform soll performanter, skalierbarer, flexibler und zugleich sicherer sein.
"Wir rechnen für die fertige Version mit einer mindestens um das Zehnfache gesteigerten Leistung." Klaas Freitag, CTO bei OwnCloud
"Wir rechnen für die fertige Version mit einer mindestens um das Zehnfache gesteigerten Leistung." Klaas Freitag, CTO bei OwnCloud
Foto: OwnCloud

Bereits im Sommer 2019 hatte der Private-Cloud-Anbieter OwnCloud die neue Plattform Infinite Scale angekündigt. Sie soll eine "komplett neue Software-Generation" sein, die eine "unbegrenzte Skalierbarkeit für Benutzer, Dateien, Freigaben und Zugriffe sowie Metadaten ermöglicht". Nun gibt das Unternehmen einen ersten Einblick in die neue Lösung. Wer will, kann sie auch schon ausprobieren.

Infinite Scale verzichtet nach Angaben des Herstellers auf Datenbanken, PHP sowie Webserver-Abhängigkeiten. Nur noch eine einzige ausführbare Datei werde für den Betrieb benötigt. Möglich werde das mit einer modernen Microservices-Architektur. Die dabei eingesetzten Speicher-Treiber sind laut OwnCloud "leicht austausch- und skalierbar".

Leistungssprung

"Wir rechnen für die fertige Version mit einer mindestens um das Zehnfache gesteigerten Leistung", kündigte Klaas Freitag, CTO bei OwnCloud, an. Das bedeute für die Kunden "signifikante Produktivitätssteigerungen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen aufgrund reduzierter Hardware-Anforderungen". Zudem lasse sich die von herkömmlichen Datenbanken befreite Architektur leichter und besser skalieren, auch geografisch.

Die neue Oberfläche von OwnCloud Infinite Scale.
Die neue Oberfläche von OwnCloud Infinite Scale.
Foto: OwnCloud

Als weiteren Vorteil nennt Freitag eine wesentlich geringere Angriffsfläche der neuen Architektur. Die Verbindungen zwischen den verschiedenen Microservices werden über OpenID Connect authentifiziert. Die Microservices können auf unterschiedlichen Geräten laufen und sind auf Wunsch nur für andere Microservices erreichbar. Öffentlich verfügbar dürfen sie aber auf keinen Fall sein. Die Arbeitsteilung sorge zudem dafür, dass selbst bei erfolgreichen Angriffen relativ wenig Daten gefährdet seien.

Infinite Scale lasse sich "dank des Verzichts auf Datenbanken, Skript-Sprachen und Webserver-Konfigurationen" auf allen üblichen Betriebssystemen einsetzen. Die Authentifizierung über offene Standards ermöglicht laut Hersteller eine "nahtlose Integration mit gängigen Identity-Providern". Dazu komme, dass aufgrund der verwendeten standardisierten Schnittstellen die Entwicklung von Erweiterungen einfacher werden soll.

Wann das Final Release erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Eine erste Tech Preview kann aber bereits heruntergeladen werden.

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