Channel-Solutions-Day "Drucken & Archivieren"

"Papier ist kein unersetzliches Gut"

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der Trend zu mobilen Geräten macht auch vor den In- und Output-Branche nicht halt. Welche Auswirkungen dies auf den Umgang mit Dokumenten haben wird, konnten die Teilnehmer auf dem Channel-Solutions-Day "Drucken & Archivieren" erfahren.
Der Channel Solutions Day "Drucken und Archivieren" ist ein Treffpunkt der Dokumentenbranche.
Der Channel Solutions Day "Drucken und Archivieren" ist ein Treffpunkt der Dokumentenbranche.

Der Trend zu mobilen Geräten macht auch vor den In- und Output-Branche nicht halt. Welche Auswirkungen dies auf den Umgang mit Dokumenten haben wird, konnten die Teilnehmer auf dem Channel-Solutions-Day "Drucken & Archivieren" erfahren.

In seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung beschäftigte sich Oliver Jendro, Senior Consultant beim Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Dokulife, mit der Frage, welche Auswirkungen mobile Geräte auf die Druckgewohnheiten in Unternehmen haben. Dabei kann Jendro bei seiner Analyse auf die Daten der "Printerumfrage 13" zurückgreifen, bei der fast 9.000 Druckernutzer befragt wurden. Die Erhebung wird jedes Jahr durch Dokulife mit Unterstützung des Büromaschinenspezialisten Brother durchgeführt.

Jendro warnt eindringlich davor, Trends nicht zu verschlafen: "Der Markt dreht sich schnell, schon morgen ist ein Geschäftsmodell kaputt, das 500 Jahre lang funktioniert hat", erklärte der Consultant. Damit meint er beispielsweise den Wandel von Papier hin zu elektronischen Dokumenten. "Papier ist kein unersetzliches Gut", stellte er fest. So ersetzen mobile Geräte schon in breitem Ausmaß Papierdokumente: E-Book-Reader verdrängen gedruckte Bücher, E-Mails und andere Dokumente werden auf Smartphones oder Tablets mitgenommen und gelesen und so nicht mehr ausgedruckt. Ganz werde die Elektronik das bedruckte Papier allerdings nicht ersetzen, räumte Jendro ein. Nach seinen Erkenntnissen besteht ein großes Bedürfnis bei den Nutzern, von mobilen Geräten aus im Unternehmen zu drucken. Dazu fehlten aber häufig die technischen Möglichkeiten.

Stefan Schmidt, Geschäftsführer des Lösungsanbieters Stethos, bestätigte diesen Trend: "Wir verzeichnen konkrete Kundenanforderungen", berichtete er. In seinem Vortrag thematisierte Schmidt die Herausforderungen von BYOD für Firmennetzwerke unter dem Gesichtspunkt des Druck- und Dokumentenmanagements anhand einiger Fallbeispiele. Dabei will Schmidt keine vorgefertigten Lösungsszenarien bieten, an die sich die Kunden zu halten haben. Vielmehr gehe es darum, die Bedürfnisse zu erfassen, zuzuhören und dann die entsprechende Lösung anzubieten. Thomas Dörschner, Solution Marketing Manager bei Samsung, beleuchtete die zunehmende Konvergenz der Geräte, deren Interaktionsmöglichkeiten, Möglichkeiten von sicherem mobilem Drucken durch Cloud Printing sowie innovative Anwendungen durch Near Field Communication (NFC).

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