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Konkurrenzkampf

Rewe-Chef will Amazon und den Discountern die Stirn bieten

23.11.2017
Der Rewe-Chef Lionel Souque stellt sich auf wachsende Bedeutung des Onlinehandels mit Lebensmitteln ein. "Langfristig könnten bis zu zehn Prozent des Umsatzes im deutschen Lebensmittelhandel ins Netz abwandern", sagte Souque der "Wirtschaftswoche".

Der Kölner Handelsriese plant deshalb weitere Investitionen ins Online-Geschäft. Im Frühsommer soll ein neues Lager nahe Köln in Betrieb gehen, von dem aus Lebensmittel weitgehend automatisiert versendet werden. Es soll dabei helfen, das Online-Geschäft langfristig profitabler zu machen. Doch räumte der Manager ein: "Online wird uns über Jahre Geld kosten."

Rewe stellt sich auf wachsende Bedeutung des Onlinehandels mit Lebensmitteln ein.
Rewe stellt sich auf wachsende Bedeutung des Onlinehandels mit Lebensmitteln ein.
Foto: r.classen - shutterstock.com

Mit dem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts will sich Rewe auch gegen den Angriff des Internet-Giganten Amazon wappnen, der mit seinem Lieferdienst Fresh inzwischen auch in Deutschland frische Lebensmittel anbietet. "Stand heute tut uns Amazon nicht weh", sagte Souque. Dazu sei der Umsatz von Angeboten wie Fresh noch viel zu gering. Doch habe Amazon gezeigt, dass es in der Lage sei, ganze Branchen umzuwälzen. "Dagegen müssen wir uns wappnen", meinte Souque.

Auch seine Supermärkte will der Kölner Handelsriese in den nächsten Jahren aufwerten und so die Filial-Modernisierungen der Discounter Aldi und Lidl kontern. "Wir müssen dafür sorgen, dass der Abstand zum Discount wieder größer wird", sage der Rewe-Chef. Dabei helfen soll ein neues Konzept namens Supermarkt 2020, das derzeit in zehn Testmärkten erprobt wird, und bei dem Rewe stark auf Themen wie Frische, Convenience und auf gastronomische Angebote setzt. In den rund 300 Läden, die die Handelskette pro Jahr in Deutschland neu eröffnet oder von Grund auf modernisiert, solle das neue Konzept bereits integriert werden. (dpa/ad)

 

HHeinz

Leider beschäftigen sich auch Handelsunternehmen wie REWE inzwischen mehr damit wie man sich gegen "Amazon wappnen kann" als dass man sich um Kundenwünsche kümmert.

Wenn ich in einer meiner REWE Filiale z.B. verschimmeltes Brot entdecke, vermutlich weil die Regal auffüllenden Subunternehmer den angelernten Hilfskräften leider nicht dauerhaft beibringen können dass frische Ware nach hinten geräumt werden muss dann ist das nur ein Beispiel warum immer mehr Unternehmen an der Realität scheitern. Dank der Marktkonzentration wird trotzdem gut verdient.
REWE hatte bis vor kurzem mit Alain Caparros wenigstens noch einen Branchenvisionär als Führungskraft.
Alleine schon diese lustigen Experimente mit Selbstscan Kassen (allerdings nicht bei REWE) beweist doch dass viele Konzerne sich hauptsächlich damit befassen wie man Kosten einsparen kann. Dem Kunden wird dabei immer unterstellt dass er das billigste Produkt zum billigsten Preis haben möchte. Diese Kunden gibt es auch aber das ist nicht einmal die klassische Amazon Klientel.

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