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E-Mobility

Schärfere Regeln für Verleiher von E-Scooters in Deutschland

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Immer mehr Leih-E-Scooter sind in Deutschland unterwegs. Die Städte und Verleiher einigen sich auf schärfere Regeln.

In immer mehr deutschen Städten sind immer mehr E-Scooter-Verleiher aktiv, dementsprechend immer öfter trifft man die E-Scooter mittlerweile an. Viele machen dabei auch schon vielfach negative Erfahrungen, wie etwa dann, wenn die E-Scooter-Fahrer den Gehweg benutzen. Immer wieder ein Ärgernis sind die achtlos abgestellten Zweiroller. Von einem doofen E-Roller-Fahrer, der in München seinen E-Roller direkt quer vor einer U-Bahn-Treppe doof geparkt hat, haben wir erst kürzlich berichtet. Zur Erinnerung sehen Sie auch oben nochmal das "Delikt" im Foto.

Angesichts der Entwicklung haben sich der Deutsche Städtetag gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und den vier größten E-Scooter-Verleihern in Deutschland nun auf schärfere Regeln geeinigt, die am Montag offiziell vorgestellt werden sollen und über die die Passauer Neue Presse bereits vorab berichtet.

Das Konzept trägt den Titel "E-Tretroller in den Straßenverkehr integrieren" und soll die "partnerschaftliche Kooperation" von Leihfirmen mit Städten und Gemeinden für einen "konfliktfreien Betrieb" von E-Scootern fördern.

Die Regeln sehen wie folgt aus:

  • E-Scooter-Verleiher müssen sicherstellen, dass ihre E-Scooter von den Mietern nicht irgendwo auf Gehwegen oder öffentlichen Plätzen abgestellt werden, wo sie stören. Dazu sollen die Mieter aufgefordert werden, über die App des Verleihers mit einem Foto nachzuweisen, wo sie den E-Scooter abgestellt haben.

  • Die Verleiher stellen mehr E-Scooter-Stationen zur Verfügung, die an Orten platziert sind, wo sie nicht stören.

  • Ein Bonussystem soll Mieter belohnen, wenn sie den E-Scooter an einer für ihn vorgesehenen Station abstellen.

  • Mieter, die gegen die Regeln verstoßen, sollen durch den Entzug der Nutzungsberechtigung "bestraft" werden.

  • Über die bereits zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten sollen E-Scooter-Verleiher sicherstellen, dass die E-Scooter nicht in bestimmten gesperrten Bereichen genutzt werden können.

  • Die Verleiher verpflichten sich dazu, nicht ordnungsgemäß abgestellte oder defekte E-Scooter innerhalb der von der Kommune festgesetzten Frist zu entfernen.

  • Entstehen den Kommunen Kosten bei der Beseitigung von störend herumstehenden E-Scootern, dann müssen die Verleiher diese übernehmen.

  • Die Verleiher müssen eine Hotline für Beschwerden über falsch abgestellte E-Scooter einrichten.

  • Die Verleiher müssen die Kommunen mit nicht personengebundenen Daten versorgen, die unter anderem Aufschluss über die Zahl der eingesetzten E-Scooter, die Ausleihquote und die mit den Fahrzeugen zurückgelegten Entfernungen geben.

    Städte und Gemeinden wollen sich im Gegenzug stärker um den Erhalt und den Ausbau der Radwege kümmern. Außerdem sollen Polizei und Schulen die Nutzung von E-Scootern stärker in die Verkehrserziehung einbeziehen.

    Lesen Sie auch: Freiwillige fischen E-Scooter aus der Seine